Fäaschtbänkler vor ihrem Sommerkonzert auf dem Kunst!Rasen (#16 Interview)
Shownotes
Auf Live-Gigs gehen ihre Songs fast nahtlos ineinander über. Ihre Medleys wechseln rekordverdächtig alle sieben Sekunden. Die virtuosen Musiker aus den Alpen haben den traditionellen Blasmusik-Sound auf ein neues Level gehoben. Der Musikstil mit Wurzeln in der Oberkrainer-Musik sei schwer zu beschreiben, da sie so viele Elemente einbauen würden, sagt Roman Wüthrich im Interview. „Kurz gefasst ist es Popmusik mit traditionellen Instrumenten.“ Sie live zu erleben, ist ein Erlebnis, das unter die Haut geht. Beim Oh Wie Schön Festival im August stellen sie dies unter Beweis. Wer und welche Geschichte hinter der Band steckt, hört ihr in diesem Interview.
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00:00:19: Ja, hi.
00:00:21: Wir sind jetzt hier mit der Band Fesbenkler zusammen und ich grüße den Roman Wütterich und den Andi Frey!
00:00:30: Hallo!
00:00:31: Hallo Salute!
00:00:31: Grüezi.
00:00:32: Grüezie.
00:00:33: Fespenkler ist das richtig ausgesprochen?
00:00:35: Ziemlich, ziemlich gut.
00:00:36: Also wir sagen Fesbänkele.
00:00:38: Einfach das Tee sagen wir eigentlich gar nicht so.
00:00:40: Okay also ein bisschen Schweizer Akzent ne?
00:00:44: Ja
00:00:45: oder dass es ja auch da woher kommt eigentlich?
00:00:49: Wir sagen das im Dialekt so.
00:00:50: Es ist ja ein Festbank, also eine Biergarnitur eigentlich, was wir im Band haben.
00:00:56: Also wir sind die Bier-Garnitourler...
00:00:58: Achso!
00:00:59: Das heißt das eigentlich?
00:01:00: Ja.
00:01:01: Also heißt es so in einer Art Bierbank
00:01:03: oder was?
00:01:03: Genau.
00:01:04: Okay.
00:01:06: Und wie in unserem Dialekt sagt man eben FESH Bank.
00:01:10: Oder eben die Mehrzahl davon, die Feshbank.
00:01:14: Wer hat denn die Idee zu
00:01:15: dem Mal?
00:01:15: Der Michi?
00:01:16: Okay, der ist ein Schwachzeuger.
00:01:18: Nein!
00:01:19: Wir hatten zwei Bändnahmen zur Auswahl weil wir dringend einen brauchten und den ersten aufgeteilt hatten und da wollten die uns natürlich auch auf dem Flyer draufschreiben und dann hätte sich eigentlich jeder zwei Bänder nahmen überlegen sollen bis zur nächsten Probe und der Michi war der einzige der das gemacht hat und dann haben wir einfach den...
00:01:38: Den bessern von den beiden genommen?
00:01:41: Eine Zeit lang haben wir echt darüber nach ... überlegt, ob wir den enden sollen.
00:01:45: Weil man den nicht versteht!
00:01:47: Weil man es nur bei uns und weil so viel EAA hat... Den Anhänger hatten wir schon mit dem Logo drauf und dann haben wir gesagt, ah komm ist viel zu kompliziert.
00:01:58: Und eigentlich ist super, wenn man jetzt im Internet FAA eingibt, gibt's nur noch Sachen von uns.
00:02:03: Ach ehrlich?
00:02:05: Also weil es halt, es gibt nicht wirklich ein Wort das man nochmal so schreibt.
00:02:08: Genau,
00:02:08: aber man muss nur die drei Buchstaben beigegeben und dann ist man...
00:02:12: Sehr einzigartig sozusagen.
00:02:14: Dorf ist, wenn man die E-Taste nicht hat?
00:02:15: Ja
00:02:16: eben!
00:02:18: Oder unsere E-Mail Adresse ist auch
00:02:20: ziemlich beschissen.
00:02:22: Fajast Beinkröpfe
00:02:25: oder man sucht euch irgendwie aus dem Ausland so von England und will mal über euch googeln und dann haben die nur diese englische Tastatur.
00:02:32: Was macht man denn an?
00:02:33: Findet man euch da geboren?
00:02:35: Die verstehen es ja eh nicht.
00:02:37: Man kann es auch mit einem AXON-EGY versuchen.
00:02:41: Wie heißen die?
00:02:42: AXONGRAFT meint
00:02:44: er!
00:02:45: Ja, meine erste Frage... Ihr seid ja so eine Band, die traditionelle Musik macht aber auch irgendwie ein bisschen Party-Vibes dabei habt.
00:02:54: Wie würdet ihr euch selber bezeichnen als Band?
00:02:56: Es ist wirklich schwierig zu sagen dass wir diesen Musikstil sind weil wir haben so viele breite Interessen und spielen eigentlich wirklich verschiedene Musikspiele auf der Bühne.
00:03:09: Kurz gefasst würde man ja doch wahrscheinlich sagen, wir machen Popmusik mit traditionellen Instrumenten.
00:03:16: Aber man hört schon sehr stark so raus dass ihr so kulturell musikalisch schon aus diesen drei Länderecks Schweiz-Österreich Deutschland kommt.
00:03:24: also das hat ja auch eine musikalische kulturellen Hintergrund da oder nicht?
00:03:28: Ja, wir sind alle mit der oberkleinen Musik aufgewachsen.
00:03:31: Also eigentlich mit einer slovenischen traditionellen Musik.
00:03:35: bei uns im Rheintal ist die Szene ziemlich groß und haben auch gestartet mit eher oberkreine Musik.
00:03:41: und ja es wurde dann über die Zeit immer experimentiert mit anderen Instrumenten also Schlagzeuges dazugekommen ausprobiert.
00:03:54: Also ich stelle mir das so ein bisschen vor, ihr habt wahrscheinlich alle eure Instrumente gelernt als junge Kinder klassisch und irgendwann habt ihr gedacht wie kann man das ein bisschen partymäßiger machen oder?
00:04:04: Genau!
00:04:06: Wir kommen ja alle voll aus der Blasmusik-Szene auch sind alle in freien aufgewachsen.
00:04:12: im Jugendmusik heißt es bei uns also von zehn bis sechzehn ist man da noch früher in dem Jugendmusikverein und nachher darf man dann zu den Großen, in den Blasmusikvereinen.
00:04:28: Und... Dann haben wir irgendwie durch den Verein uns kennengelernt und dann hat der Michi mal gefragt ob wir da auf dem Fest Partymusik machen wollen.
00:04:39: Ja!
00:04:39: Und dann haben wir uns so als Gruppe zusammen getan und haben ein paar Lieder einstudiert.
00:04:44: Hauptsächlich traditionell?
00:04:46: Ja genau.
00:04:47: Also das war noch nicht so'n So ein richtiger Beat und so einen Wummern bei euch, das war erst mal nur traditionell.
00:04:53: Das
00:04:53: war dann traditionell auch sechs Hebens oberkleiner Covers was wir gespielt haben.
00:05:00: Und da haben wir dann nachmittag lang sechs Stunden die gleichen dreizehn Lieder gespielt.
00:05:06: Also auch
00:05:06: so Volksfesten oder so?
00:05:07: Ja genau!
00:05:08: Aber
00:05:08: es ist ja auch total schön eigentlich, ne?
00:05:10: Es ist ja also auch so ein bisschen ... ja keine Ahnung... Für mich ist das so als Rheinländer, ich sehe das immer total verklärt.
00:05:19: Ach, das ist so schön!
00:05:20: So diese Kultur die Berge und dann machen jeder schöne Musik auf den Dorfplatzen.
00:05:25: Ich denke mir das mal so wahnsinnig romantisch schon in Dülle.
00:05:30: Ist es denn auch so oder?
00:05:33: Wir haben jetzt irgendwie schon viele verschiedene Abschnitte, weil wir machen schon sehr lange Musik zusammen.
00:05:38: Verschiedene Abschnitten erlebt.
00:05:40: Es gab eben die Zeiten wo wir viel ... diese Dorf-Feste gespielt haben.
00:05:45: Oder
00:05:45: auch Hochzeiten, extrem viel Bezirksmusik-Fest dann und jede von diesen Abschnitten hat eine unglaublich coole Zeit.
00:05:56: Okay am Anfang seid ihr so Musiker gewesen die ein bisschen auf dem Dorfplatz spielen mit Freunden und Spaß haben?
00:06:03: Und wie ist denn da dieser richtige Partyband raus geworden, die so viele Leute auch begeistert?
00:06:10: Also wir haben dann halt irgendwann ziemlich bald, so nach einem, zwei Jahren haben wir selber angefangen eigene Liede zu schreiben und die auch ins Programm unterzuschmuckeln.
00:06:21: Und dann haben sie versucht so ein bisschen zu promoten bei den Auftritten und irgendwann kam der New English Police und der ging halt auf Facebook und YouTube ziemlich steil Und dann sind wir dann dazu gekommen, dass wir halt über die Grenze raus nach Deutschland spielen konnten.
00:06:43: Vor allem in Zelte waren es damals und ja...
00:06:47: Dann seid ihr eigentlich ziemlich schnell auch bekannt geworden?
00:06:50: Ja seitdem sind jetzt unterdessen halt an die hundertundzwanzig Lieder entstanden und wir haben immer Social Media viel gemacht und
00:06:59: das wird immer größer.
00:07:01: oder wie ist das eigentlich?
00:07:03: Ich würde schon sagen, dass es immer größer wird in einigen Regionen schneller als in anderen, also in Österreich.
00:07:11: Da ist mittlerweile alles riesig und wenn wir jetzt ganz hoch in den Norden kommen dann sind die Konzerte noch ein bisschen familiärer und auch das ist für uns extrem abwechslungsreich, dass man manchmal diese Menschenmassen hat und manchmal ein kleines familiäres Konzert.
00:07:27: Das ist ein richtig cooler Ausgleich!
00:07:30: Also, das ist für den Unterschied.
00:07:32: Das kann ich mir vorstellen dass ihr da unten wo quasi ja wo das Ibizentrum ist, wo ihr herkommt also wenn ihr in so einem Zelt auftretet?
00:07:44: Ist das dann voll?
00:07:45: Sind da viele Leute die euch sehen wollen?
00:07:47: Österreich oder Süddeutschen sind schon viele Veranstaltungen zwischen fünf und zwölf dreizehn
00:07:55: vierzehntausend.
00:07:56: Es geht jetzt unter dessen Da hat er ziemlich weg von den Zelten, weil es von der Größe her nicht mehr geht.
00:08:02: Und weiter oben hier gibt's eher weniger die Art von Zeltfesten wie wir das gespielt haben und deshalb hat sich so ein bisschen von Festzelten jetzt in Konzerthäuser und Openers verlagert.
00:08:18: Könnt ihr das manchmal selber gar nicht so richtig fassen?
00:08:20: Weil ihr kennt das ja noch, wie er da vor drei Leuten irgendwie auf dem Dorfplatz steht.
00:08:25: Mit Blasinstrumenten und plötzlich ist da ein Party-Zettel total ausrastend und alle Party machen wollen.
00:08:30: Gewisse Sachen glaube ich wird einem immer erst später bewusst.
00:08:34: aber wir genießen die Zeit extrem Und wir können sie auch geniessen und haben extrem Freude an dem was wir im Moment erleben und hoffen dass es noch ewig so weitergeht.
00:08:43: Also ihr habt auch
00:08:44: Spaß dran.
00:08:44: Ja Auf jeden Fall
00:08:46: Weil wir hatten kurz vorher nämlich auch geredet.
00:08:49: Ihr seid viel unterwegs, reißt viel und dann ... hattest du, Andi?
00:08:54: Du hast mir das gerade ja mehr erzählt!
00:08:55: Am Anfang seid ihr noch irgendwie mit so einem kleinen Auto durch die Gegend getuckert und hattet eure Instrumente... Und seid ihr dann irgendwie durch die gegengetuckerte und dann wurde das immer größer und immer weiter und da musstet ihr auch mal übernachten und so, ne?
00:09:07: Da wusstet ihr dabei so nicht.
00:09:08: fahren wir jetzt noch abends nach Hause.
00:09:09: oder wie ist das?
00:09:10: Genau also bis vor ... Sieben, acht Jahren sind wir selber mit einem Sprinter unterwegs gewesen und sind auch bis zu drei Stunden in der Nacht nach einem Auftritt dann noch nach Hause gefahren.
00:09:23: Und das war schon teilweise ziemlich zäh.
00:09:25: also es gab dann Auftritte.
00:09:27: da mussten wir im zwanzigminuten Tag den Fahrer wechseln weil's einfach von der Müdigkeit nicht mehr ging.
00:09:33: Da haben wir auch noch so drei Stunden gespielt und danach noch alles selber abgebaut, in den Spinter rein.
00:09:40: Und dann irgendwie um Nacht zum Drei sind wir dann mal weggekommen und mussten nach Hause fahren.
00:09:45: Das war schon ... Ja, irgendwann haben wir gesagt, wir müssen da was ändern.
00:09:50: Michi hatte da auch schon Familie und wollte am nächsten Tag wieder zuhause sein.
00:09:55: Dann haben wir uns dafür entschieden, dass wir mit Nightline unterwegs sind.
00:10:02: Konnten wir am nächsten Tag immer zu Hause mehr oder weniger ausgeschlafen, dann wieder sein?
00:10:07: Der Radius wurde auf einmal massiv größer.
00:10:09: Wir konnten am Abend in Wien ein Konzert spielen und über Nacht uns ausruhen und morgens schon fast mit der Familie frühstücken.
00:10:20: Nicht gerade mit Wien aber... Das Mittagessen.
00:10:24: Und was macht ihr am liebsten?
00:10:25: Wieder nach Hause schnell oder gerne mal auch mal eine Nacht irgendwo übernachten?
00:10:29: Am besten sind mittlerweile die Nightliner-Fahrt, also die Fahrten, die etwa acht Stunden gehen weil dann kann man ausschlafen.
00:10:35: Achso und dann schlaft ihr im Nightliner oder?
00:10:36: Oder
00:10:37: noch länger, weil da kann man zuerst ein bisschen Pasi machen im Bus und dann kochen
00:10:41: doch die
00:10:42: Neustunden aus.
00:10:44: Ja oder ich mich immer frage, ihr macht ja eigentlich auch so Partymusik, kann man schon sagen.
00:10:48: Also das ist Musik wo die Leute richtig feiern wollen!
00:10:52: Ich meine, wenn das nicht so ist korrigiert mich.
00:10:53: Also das ist mein Eindruck.
00:10:54: Nein,
00:10:55: das ist auf jeden Fall praktisch hauptsächlich
00:10:56: ja!
00:10:56: Genau und dann habe ich immer das Gefühl so ey da hat man doch voll Bock mit zu feiern auch mit den Leuten vielleicht auch noch nach dem Konzert oder so oder?
00:11:02: Ist es nicht so?
00:11:03: Wir sind immer nach dem konzerten noch beim Merkstand Da bekommt man sehr viele eindrücke mit auch vom Publikum oder an Feedback.
00:11:11: Sehr wichtig Man.
00:11:12: meistens ist aber so dass wir ja alles auch noch selber auf- und abbauen Und bis wer mit abbauen fertig sind die Leute dann weg.
00:11:21: Da gibt es eine Ego-Party.
00:11:23: Das überrascht mich jetzt echt, ihr müsst das quasi auch noch abbauen
00:11:26: und so?
00:11:26: Also wir wollen das weil wir mögen das auch dass wir nachher so ein bisschen die Erdung haben.
00:11:35: Auch das ganze Aufbauen gibt einem so das Gefühl wenn man dann auf der Bühne steht, dass man richtig ready ist Und ich glaube uns würde das fehlen wenn wir einfach zum Konzert fahren spielen und wieder gehen.
00:11:50: Wir sind auch alle interessiert in die ganze Technik und wie alles passiert.
00:11:55: Und was auch ein Grund dafür ist, dass wir... Wir schätzen es extrem, wir sind zu neunt unterwegs also Fahrer, Lichttechniker, Ton-Techniker und einer der Merch macht um wir fünf und wir machen das alles selber, also alles was auf der Bühne steht jetzt nicht licht und tonen aber dass alles, was von Licht und Ton, Instrumente, Mikrofone auf der Bühne steht.
00:12:19: Das bauen wir zu neun selber auf- und ab!
00:12:21: Und wir schätzen das extrem, dass wir so ein kleines... ...eine kleine Crew sind und halt so familiär dann am Abend zusammensetzen können und Abendessen.
00:12:35: Also was ihr nicht macht ist die ganzen Arbeiten outsourcen, sondern ihr seid noch Teil des ganzen Prozesses?
00:12:40: Ja es hat sehr größer der Betrieb wird, komplizierte wird, alles und Träge.
00:12:45: Ja so ist man meistens selber informiert über Arbeitsschritte die funktionieren oder nicht?
00:12:51: Ist dann auch selber schuld wenn es nicht funktioniert.
00:12:53: ja
00:12:55: weil das ist komplett anders als da wo jetzt spielen werdet in Bonn.
00:13:00: Da hat auch Billy Eidel gespielt und bei dem läuft das ganz anders.
00:13:03: der kam von der Bühne direkt in einen schwarzen verspielten Van und tschüss weg war.
00:13:08: also da war nichts mehr mit abbauen und so
00:13:10: ich glaube wir sind hier Ausnahme in die andere Richtung.
00:13:15: Vielleicht noch mal ein bisschen zu eurer Musik, ne?
00:13:17: Wie seht ihr euch denn so?
00:13:19: Also ich will euch jetzt gar nicht so labeln aber ich höre da so teilweise Blasmusik mit Party-Vibes durch und traditionelle Klänge mit David Gatterbeats also irgendwie so einen ganz komischen Mix den ich total interessant finde.
00:13:33: Und wie würdet ihr euch so sehen als Band?
00:13:36: Wenn man auf dem Konzert von uns kommt dann versuchen wir für jeden irgendwas dabei zu haben.
00:13:42: Wir haben auch in der Band unterschiedliche Musikstilrichtungen, die wir selber gerne mögen und wir versuchen eben genau das dann abzudecken dass wir von drei bis neunundneinzig Jahre jeden irgendwie zufrieden stellen.
00:13:57: Also quasi wenn da jetzt noch so der ganz traditionelle Uhr Österreicher steht irgendwie in seinen traditionellen Bergklamotten, der irgendwie noch ein bisschen Jodeln dabei haben will.
00:14:07: Dann gibt's das auch noch bei
00:14:08: uns ja?
00:14:08: Ja genau dann hoffen wir dass zum Beispiel wenn der Song ein Leben lang kommt, dass dem dann das Herz aufgeht.
00:14:14: Also es gibt echt alles von ur-traditionell.
00:14:17: also wir versuchen halt dass wir das möglichst traditionell spielen ist ja immer so auch ein großes Thema von traditionell bis halt komplett ins moderne wo wir hat mit unseren Instrumenten versuchen So elektronische Musik nachzuarm quasi.
00:14:34: Ja, das hab ich auch so gehört!
00:14:36: Also da sind teilweise reine Aka-Pellerstücke wo ihr dann nur gesanglich und mit Instrumenten also ganz ursprünglich noch, ne?
00:14:44: Die gibt's auch bei euch im Rector.
00:14:47: Wieso könnt ihr eigentlich alles gut singen?
00:14:49: Ist mir aufgefallen.
00:14:50: Zufall.
00:14:52: Lärt man das
00:14:52: so?!
00:14:53: Ich glaube wir machen einfach... Wir sind eine Band die wir hinterfragen nicht.
00:14:57: soll ich jetzt dieses Instrument mal in die Hand nehmen oder etwas ausprobieren?
00:15:00: Wir machen's einfach mal und haben da keine Angst davor, dann kommt es meistens irgendwie gut.
00:15:06: Und die Instrumente sind ja teilweise auch ein bisschen ausgefallen?
00:15:08: Also steirische ...
00:15:10: Steilische Harmonika
00:15:11: ist
00:15:13: eine Art Akkordeon eigentlich.
00:15:14: Also das ist so ne Quetschkomode oder
00:15:15: was?
00:15:16: Ja genau!
00:15:17: Und was is'n Slapophon?
00:15:19: Ein
00:15:19: Was?!
00:15:19: Ein Slapophone!
00:15:21: Da hat man wahrscheinlich die PVC-Röhren da gemeint wo wir mit Badischlappen draufhauen.
00:15:28: Achso okay... Dann haben wir selber gebaut.
00:15:30: Was macht mir da?
00:15:30: Das kenne ich gar nicht.
00:15:32: Es ist so ein Kunststoffrohr, die hat diesen abgelenkt wie ein Xylophone eigentlich quasi und wenn man damit einen Badelatschen obendrauf haut dann gibt es so einen...
00:15:42: Okay.
00:15:44: So Blumen Group Style.
00:15:46: Ja genau.
00:15:46: Haben wir so sieben Röhren abgelenkten
00:15:49: auch für diese...
00:15:50: Sowieso eine große Panflöte eigentlich.
00:15:54: Aber auch so ein bisschen selber gebaut oder was?
00:15:55: Genau!
00:15:56: Also ihr seid ja noch kreativ in Sachen Sounds entwickeln, oder?
00:16:01: Ja, kann man schon sagen.
00:16:03: Was ich auch total faszinierend finde... Ich weiß nicht, wie viel Zeit ihr noch habt.
00:16:07: Ihr habt so ein Mad-Lays?
00:16:08: Da spielt er manchmal auf Konzerten immer und dann manchmal?
00:16:11: Nein, das
00:16:12: spielen wir immer.
00:16:13: Also drei von denen spielen wir auf Konzepten.
00:16:15: Also mehrere Mad-lays!
00:16:16: Ja also was sind's jetzt unterdessen?
00:16:18: glaube sieben?
00:16:22: Gerade in unserer Anfangszeit haben wir wahnsinnig viel gekovert.
00:16:25: Und wir hatten da schon immer einen Riesenspaß, diese Medlis so eng und so krass wie möglich zu verpacken und zu gestalten.
00:16:34: Die Genre-Medlist ist eigentlich die Krönung wo wir einfach alle sieben Sekunden bereits wieder den Song wechseln.
00:16:41: Ja also ich habe das als extrem herausfordernd wahrgenommen.
00:16:46: Ich kann mir gar nicht vorstellen wie man so schnell... Also es gibt ja Madness, wo jeder immer so dreißig Sekunden gespielt wird.
00:16:52: Aber ihr macht das wirklich alle sieben Sekunden sagt.
00:16:55: So hört sich
00:16:55: das auch an und das finde ich faszinierend wie er so schnell da dieses Musikschrom wechseln könnte.
00:17:01: Ich
00:17:01: würde mal behaupten dafür muss man schon ziemlich guter Musiker sein oder?
00:17:06: Es ist einfach üben und viel Arbeit mit der Aneinanderreihung der einzelnen Lieder und ausprobieren Welche Tonarten sich da gut eignen oder welche Übergänge und Tempi da am besten aufeinander passen.
00:17:23: Wie
00:17:24: Puzzle spielen?
00:17:25: Mhm,
00:17:26: verstehe.
00:17:28: Und die Madlis... Da kommen ja total coole Sachen drin vor.
00:17:31: ne!
00:17:31: Ich hatte es mir hier mal irgendwo notiert wie Papa Roach Queen ist dabei und da hab ich mich gefragt sind das die Songs mit denen ihr so sozialisiert wurdet?
00:17:41: und die macht ihr jetzt so im Madly?
00:17:43: präsentiert ihr die?
00:17:44: oder wie ist das?
00:17:45: Also ich glaub die meisten Lieder, die wir spielen da drin, die hat bestimmt irgendjemand so richtig abgefeiert.
00:17:52: Irgendwann mal!
00:17:55: In einem Lebensabschnitt
00:17:57: kann man sich selber aussuchen werden...
00:17:58: Ja ich meine das sind ja auch geile Stimmungslieder ne?
00:18:00: Die Leute jubeln, wenn die auch immer... Das ist ja auch so ein Ding.
00:18:03: Wenn Leute Lieder hören und diese so kennen, das hat natürlich auch nochmal einen Effekt im Publikum denke ich mal.
00:18:08: Auf jeden Fall,
00:18:09: das ist so.
00:18:09: Also das sind zum Beispiel auch so die Lieder.
00:18:12: also nach dem Schorgenmädel.
00:18:13: Da ist meistens so der Punkt, wo wahrscheinlich jeder im Konzept irgendwas dabei gehabt hat was ihm jetzt gerade voll zusagt.
00:18:22: Und das war ja auch so ein bisschen die Idee dahinter dass wir alle versuchen irgendwie glücklich zu
00:18:27: machen und viele Klänge und Musikstile abdecken.
00:18:31: Wir haben jetzt ein neues Projekt gestartet mit einem Song Wo wir einen eigenen Song geschrieben haben und da eine Schore Medley Reise durch die eigenen Melodien gemacht haben.
00:18:43: Das heißt das letzte Alproben,
00:18:45: es kommt wahrscheinlich irgendwann im Sommer.
00:18:48: Ja genau wir hatten jetzt
00:18:49: gerade ein Videodreh und ja ist auch eine lustige Sache.
00:18:54: Ja cool dann ist das etwas wobei uns alle darauf freuen können.
00:18:57: quasi Medley aus eigenen Liedern.
00:19:00: Ja weil mittlerweile seid ihr wahrscheinlich von den Liedernen so bekannt dass die Leute dann ihre eure Lieder einfach wieder erkennen?
00:19:06: Wir haben schon so viele Songs geschrieben, es tut manchmal richtig weh einen Song nicht mehr auf die Settliste packen zu können weil andere halt im Moment besser laufen.
00:19:16: aber jeder von uns hat so gewisse Songs die einem vielleicht extrem viel bedeuten.
00:19:23: und ja.
00:19:25: Die Konzertdauer von zwei Stunden ist halt auch begrenzt.
00:19:28: Wir haben
00:19:28: auch seit zwei Jahren machen wir jetzt auch Mädels mit eigenen Liedern.
00:19:32: Ja genau, dass wir da noch ein
00:19:34: bisschen mehr
00:19:35: Runde bringen.
00:19:37: Damit
00:19:37: ihr mir reinpacken könnt!
00:19:39: Ich finde teilweise die Melodien in euren Liedernen richtig gut und man denkt erstmal so hey das ist Party Musik aber da steckt so viel.
00:19:45: also man hört das auch raus.
00:19:47: ich glaube einige von euch haben auch Musik studiert.
00:19:50: drei von uns
00:19:51: ja ich weiß nicht seid ihr dabei oder?
00:19:53: Beide habt ihr Musik studieren
00:19:54: klassisch
00:19:55: Boah, also so richtig Studium oder was?
00:19:58: Ja.
00:19:59: Und was für Instrumente habt ihr dann gelernt?
00:20:02: Ich hab klassisch Klavier studiert.
00:20:04: Ich tumpete.
00:20:05: Wahnsinn!
00:20:06: Dann habt ihr wahrscheinlich auch selber einen eigenen Anspruch jetzt nicht nur irgendwie so ein Mallorca-Ding rauszuhauen sondern richtig gute Musik zu machen die trotzdem Party ist.
00:20:16: oder wie seht ihr das?
00:20:18: Ja auf jeden Fall.
00:20:18: Also denk schon... Was kommt jetzt?
00:20:28: Vielleicht habe ich mich die Frage nicht richtig gestellt.
00:20:32: Ich würde sagen, dass die große Herausforderung ist eigentlich etwas zu schreiben das nicht banal ist aber trotzdem sehr zugänglich fürs Publikum ist.
00:20:42: also wenn man ganz krass Experimentelle, wie ihre Sachen schreibt.
00:20:47: Dann ist sie manchmal so nicht mehr hörbar für das Publikum, dass es irgendwie keine ... Das ist einem nicht mehr berührt und das Schwierige ist eigentlich etwas Berührendes Einfaches zu machen, das trotzdem irgendwie ein Wert hat.
00:21:02: Weißt du was ich mein?
00:21:03: Ja,
00:21:04: ich verstehe ja.
00:21:05: Insolidern wie Eskalation all in denke ich mal ist das auch total gelungen, weil da sind ja schon so Melodien die irgendwie...
00:21:12: ...die man nachsingen kann.
00:21:13: Genau, die gehen so eingängig aber nutzen sich nicht schnell ab habe ich so finde ich vom Gefühl
00:21:21: her Ja genau das meinst.
00:21:23: du glaube auch dass es möglichst eingängige ist aber nicht nervt?
00:21:27: Das gibt's manchmal auch, dass man im Songprozess irgendwann sagt diese Stelle kommt jetzt zu viel im Song die müssen wir noch irgendwie.
00:21:35: eben das ist dann so.
00:21:37: Die Stelle nervt mich.
00:21:39: Aber es ist ja genau das Spannende auch beim Schreiben.
00:21:42: Wer schreibt eigentlich bei euch die Lieder?
00:21:43: Und wie macht ihr das?
00:21:44: Habt ihr dann irgendwie so eine Idee, sprachlich dir aufgreift oder ist es erst musikalisch?
00:21:49: Wie macht ihr dass?
00:21:49: Da gibt's kein Grundrezept, da ist immer unterschiedlich und wir haben auch immer ein bisschen... Wir versuchen unterschiedliche Teams zu machen und laden da auch gerne mal noch Leute ein, die uns auf andere Wege führen, kreative Wege.
00:22:06: Ja, ob jetzt da irgendwie zuerst deine Melodie entsteht oder zuerst eine Textidee oder eine Grundidee von einem Song steht.
00:22:14: Das ist komplett unterschiedlich.
00:22:16: also... Da gibt es keinen Rezept.
00:22:20: Also macht ihr dann mal so?
00:22:21: Oder mal so...?
00:22:23: Es ist bei jedem Song eine andere Geschichte drin.
00:22:26: Oder einen Ablauf.
00:22:28: Bei
00:22:28: All In was zum Beispiel so dass sind wir am Vorabend an der Bar hängen geblieben Und dann hat der Roman am nächsten Tag gesagt, du kannst auch nur all in gehen und dann war da die Idee.
00:22:45: Also vom Text
00:22:46: her?
00:22:48: Ja.
00:22:48: Melodisch?
00:22:50: Wahrscheinlich habt ihr auch so ein Repertoire durch das Musikstudium und ihr seid ja geprägter aus der Region.
00:22:55: Da ist wahrscheinlich einfach viel da in Musik.
00:22:57: im Kopf denke ich mal
00:22:59: Ja oder Jam, man setzt sich hin spielt ein paar Korte und summt irgendwas dazu.
00:23:03: Und dann ruft der eine im Raum, ah ja das gefällt mir.
00:23:06: machen wir damals da oder geh mal da runter vielleicht noch ein bisschen oder nimm den Akkord oder die Zeile oder das Wort.
00:23:13: tauschen wir um zu dem und es hat so einen auch einen Puzzle-Puzzlespiel
00:23:19: Schon wie der Puzzle.
00:23:20: Ja, aber es ist wirklich so, ja?
00:23:22: Wie nennt ihr das Puzle?
00:23:23: Ja, Puzzles!
00:23:28: Oder Puzzel sozusagen.
00:23:30: Dazu muss man sagen... Ihr seid ja Schweizer, ne?
00:23:33: Genau.
00:23:33: Also
00:23:33: ihr redet wahrscheinlich noch richtig Hochdeutsch jetzt hier.
00:23:36: Für
00:23:36: uns ist das das krasseste Hochdeutig.
00:23:38: Sehr anstrengend.
00:23:39: Ehrlich?!
00:23:40: Ach
00:23:41: krass, ehrlich!
00:23:42: Also wenn wir ihr glaube ich richtig
00:23:43: Schweizer... Nein, wir könnten schon noch irgendwie versuchen, da sauber zu sprechen.
00:23:49: Aber ich glaub das ...
00:23:51: Das wird nicht besser!
00:23:52: Ja man hört natürlich schon euren Zungsschlag durch, ne?
00:23:56: Aber ich glaube wenn ihr so richtig Schweizer-Dützsch redet dann würde ich das hier kein Mensch mehr verstehen.
00:24:00: Ich
00:24:00: glaube es wäre recht schwierig, wenn wir da voll im Dialekt los sind.
00:24:04: Das ist echt so geil... aber ihr singt ja Hochdeutsch,
00:24:07: ne?!
00:24:08: Genau.
00:24:08: Warum?
00:24:09: Wir lernen das in der Schule
00:24:15: Ja, aber ihr könntet ja auch traditionell eher in eurer Heimatsprache singen.
00:24:19: So wie quasi die Karnevalsband im Rheinland.
00:24:21: alle Girls singen
00:24:23: so.
00:24:24: Wir wohnen ja in der Grenzregion an der Grenze zu Österreich und auch an der Grenze zu Deutschland also da am Ponseeraum Und wir wollten irgendwie aus dem eigenen Land raus.
00:24:40: Da haben wir eh schon gewusst, dass man uns da eher schlecht versteht wenn wir auf die Erekt zingen.
00:24:46: Und somit... also die Wahl von Hochdeutsch ist halt die Sprache, die dann schlussendlich alle verstehen.
00:24:51: und somit wir sind auch sehr zufrieden und glücklich das wir das gemacht haben und genau dadurch konnten wir unser Gebiet halt extrem vergrößern wo wir es spielen.
00:25:02: Ja Englisch kam nicht in Frage?
00:25:04: Ja.
00:25:05: Obwohl, der hätte vielleicht auch ... Vielleicht haben wir ein ganz guter Crossover gewesen?
00:25:10: Ja, bei Kennings Blödsinn, die dann handgeblieben
00:25:13: ist.
00:25:13: Und da wird er plötzlich so mega bekannt an irgendwo so'n Irrland geworden oder so, weil die irgendwie total auf euren
00:25:19: Akzenten
00:25:20: genau auf euern Schwarzwagg-Zett abgefahren wären.
00:25:24: Was ich auch interessant finde, Brassmusik habe ich das Gefühl hat eine kleine Hochzeit.
00:25:31: Auch hier, also hier in Bonn im Rheinland gibt es auch viele Brass-Bands die auch im Karneval vorkommen.
00:25:37: Und die sind super erfolgreich und beliebt!
00:25:40: Habt ihr das mitbekommen?
00:25:41: So kennt er diese Bands, die hier so
00:25:43: spielen?!
00:25:44: Ja wir kriegen das schon mit weil eben auch so das Orlin haben wir so das Gefühl dass das im Karinewald glaube ich schon ziemlich stark stattfindet oder stark gefunden hat.
00:25:55: Wir haben auch schon mit Bands die eben auf dem Karinewalt gegangen oder groß geworden sind, Kontakt gehabt am Woodstock der Blasmusik in Österreich.
00:26:06: Also das ist ja wie so eine Szene die sich da einmal im Jahr trifft und da kriegt man schon mit was jetzt eben in Krönchen oder in Bonn passiert.
00:26:17: Dazu muss man mal erklären das Woodstock Der Blasmusik.
00:26:20: Das ist glaube ich das größte Blas-Musikfestival der Welt.
00:26:24: Ja unterdessen glaubst du schon.
00:26:26: Also es muss riesig sein!
00:26:28: Was ist denn das?
00:26:28: Beschreibt das mal kurz
00:26:29: Es ist ein Liebhaber-Treffen von allen, die gerne Blasmusik haben.
00:26:34: Und die meisten spielen selber ein Instrument da?
00:26:36: Also es gibt ja am Samstag auch so einen großen Gesamtchor wo alle dann die eigenen Instrumente mitbringen und das sind glaube also jeweils fast an die zwanzig tausend die dann damit einander fünf Lieder spielen.
00:26:50: Und das Schöne an der Szene ist es gibt jetzt so Stücke dir hat jeder in seinem Freien gespielt Mit wildfremden Personen kannst du die gleichen Stücke spielen, weil die machen das alle in ihrem eigenen Verein.
00:27:05: Und das ist dann wie so eine Sprache, die funktioniert.
00:27:08: Achso!
00:27:09: Also quasi alles ein bisschen damit sozialisiert worden?
00:27:14: Genau ja.
00:27:14: Die jedenfalls die Musik machen, dass dann alle auch quasi das kennen diese Musikstöcke.
00:27:19: Genau, die können alle die gleichen Melodien sozusagen
00:27:22: und da finden eben auch sehr viele Kölner Karneval-Benz Stadt auf dem Wutstock oder...
00:27:29: Also zumindest die, die Blasmusik machen.
00:27:31: Also da gibt's ja...
00:27:31: Ah so halt
00:27:32: genau!
00:27:33: Querbeat
00:27:33: und... Querbeat
00:27:34: vor allen Dingen, die sind ganz groß.
00:27:36: Knallblech gibt es noch und jetzt neu?
00:27:38: Oder nicht neu aber jetzt bekannter geworden ist auch Druckluft.
00:27:43: Aber die war noch da, die habt ihr auch da getroffen oder was?
00:27:46: Wir haben Querbeat da schon mehrmals gehört
00:27:50: Und wie waren die so vor euch?
00:27:52: Ja, aber wenn ihr so... Ihr müsst jetzt hier... Ihr könnt ganz entspannt reden.
00:27:57: Weil das ist ja quasi Blasmusik aus dem Rheinland, was ganz anderes.
00:28:01: Also für uns ist es einfach auch ein krasses Ding, was auf dem Karneval in Krönchen passiert oder eben auch in Bonn.
00:28:08: Ich weiß nicht... Wir wissen's ja selber nicht!
00:28:10: Wir hören's nur vom Sagen, wie die Bands da sieben-achtmal spielen und wir haben bei uns auch Karnevals Fasnacht heißt das und da gibt's komplett eine andere Szene, also da spielen Guggenmusik heißt es bei uns.
00:28:24: Der Michi spielt auch in einer Gugg-Musik über Fasnost und die spielen dann auch ähnlich viele Aufdehnte.
00:28:30: aber es ist ganz anders, ohne Technik und hat ganz andere Besetzung mit Pauken und Schlagzeugen auf Rädern dass sie halt schnell in die Bälle reinkommen und meistens sind so dreißig Leute Und einfach Vollgas, also laut.
00:28:49: Mit Tumpeten, Posaunen und Zuzufohnen.
00:28:52: Also so ein Tuba, die voll vorne rausknallt... Ja ist einfach anders und hat ohne Gesang!
00:29:00: Aber das Gleiche ist dass die Wechsel extrem schnell gehen.
00:29:03: Das ist sehr krass bei den Kanemal-Bands wie die eingerichtet sind, dass sie in eineinhalb Minuten spielbereit sind.
00:29:10: Ja das ist echt krass!
00:29:12: Faszinierend.
00:29:12: ja Ja,
00:29:13: ja.
00:29:14: Die kommen rein und das geht dann immer so ... halbstunden Tag kommt man in die nächste Band und gehen dann so in die Zelte oder Räume oder Festsäle rein und so.
00:29:24: Lupo ist jetzt dieses Jahr mit uns ein paar Mal unterwegs und die haben auch erzählt – es sind heute auch hier genau!
00:29:31: Und sie haben uns eben auch so ein bisschen erzählt wie genau dass die da die ganze Technik jeweils aufbauen und das ist schon faszinierend.
00:29:40: also Da haben wir schon ein paar Mal gedacht, da können wir uns eine Scheibe abschneiden.
00:29:44: Ich fange schon an zu spielen während das Keyboard noch aufstartet.
00:29:49: Solche Geschichten!
00:29:50: Und dann es gibt ja so ein bisschen dieses gemeine Vorurteil dass die Schweizer alle nicht... So ein bisschen langsamer sind.
00:29:57: Kennt ihr das?
00:29:58: Diese Schworte?
00:29:58: Ja, aber das ist nicht die Ostschweizer.
00:30:00: Das ist mehr so im Zentralschweiz.
00:30:02: Achso
00:30:04: und da gehört dir gar nichts zu.
00:30:05: Nein
00:30:05: nein nein.
00:30:06: Okay, interessant Vielleicht spielt er irgendwann mal im Karneval.
00:30:11: Ja, wir weiß.
00:30:12: Aber wahrscheinlich eher weniger weil eben der Michi da mit seiner Guckmusik immer selber unterwegs ist und wir machen dann immer
00:30:18: einen Break.
00:30:18: Und wir länger brauchen beim Aufstellen?
00:30:21: Der Karne war schon um!
00:30:24: Wie bis wir spielfrei sind ja
00:30:26: genau.
00:30:29: Was ich schon nochmal fragen wollte... Can you English please?
00:30:32: Das ist ja so einer der Lieder, die glaube ich von euch am bekanntesten sind wahrscheinlich.
00:30:36: Also das war der erste, der in dem Internet durch die Decke ging und uns schon sehr viele Türen geöffnet hat.
00:30:43: jetzt eben auch Deutschland, Österreich...
00:30:46: Also das waren im Grunde genommen ein bisschen so ein Social-Media-Ding.
00:30:50: Das war ja auf YouTube dann und wurde glaube ich millionenfach angeklickt oder?
00:30:53: Genau!
00:30:54: Ja wie ist das
00:30:54: passiert?
00:30:55: Es ist manchmal schwer zu sagen dass genau bei diesem Punkt etwas passiert ist.
00:30:59: aber eine Sache, ein Video den wir an einem Bezirksmusikfest gespielt haben.
00:31:06: Das war wahnsinnig gut!
00:31:07: Ich war das waren drei, viertausend Leute und füllige Eskalationen.
00:31:10: Und da hatten wir bei Flieff-LaFlu ein
00:31:14: ganz einfaches Handyvideo.
00:31:16: Haben wir auf Facebook hochgeladen und das ging dann viral.
00:31:19: Ja und das hat man gesehen wie die Leute zu dem Song abgehen ohne Ende.
00:31:24: Und ich glaube das hat schon etwas in die Wege geleitet dass man so gedacht hat Ich muss das auch hören, ich muss es auch sehen.
00:31:32: Und da ist viel passiert.
00:31:33: Da haben alle gekreischt vorhin in der ersten Reihe und ab dem Zeitpunkt war's dann ...
00:31:40: Super!
00:31:40: Sehr krass, das war quasi so der Game-Changer.
00:31:43: Ist manchmal schwer zu sagen, ob genau das ist aber viele Putzleteile führen zum Ganzen.
00:31:52: Ja ja.
00:31:53: Puzzle?
00:31:54: Der Puzzlerteile.
00:31:55: Habt ihr das Gefühl, das wird jetzt hier alles zu groß?
00:31:59: Also es gab schon Konzerte, wo wir selber irgendwie an die Grenzen kamen.
00:32:02: So mit Terminen vor Ort, mit Presse und da noch irgendwas.
00:32:08: Und dann wollte jeder was von dir und noch ein Foto da und noch eine Unterschrift da.
00:32:15: Es gab schon Situationen, in denen wir selber gesagt haben, wenn wir das nächste Mal so in der Dimension was spielen, müssen wir uns irgendwie anders organisieren.
00:32:23: aber im Großen und Ganzen war alles immer Einfach schön und man hat dann nicht mehr so richtig das ganze wahrnehmen können, weil einfach immer was los war.
00:32:34: Wir mögen es auch wenn wir abends im Bett liegen und wirklich zu uns sagen können jetzt habt ihr aber richtig etwas gemacht.
00:32:41: also wir machen ja manchmal auch zwei Konzerte am Tag dass wir am Nachmittag noch ein Kinderkonzert spielen.
00:32:48: Das sind dann halt unglaublich lange Tage.
00:32:51: Aber ist das erfüllt mit Stolz Und macht uns zufrieden?
00:32:56: Dann lädt man sich ja auch wieder auf an dem Ganzen.
00:33:00: Ja, das hat so für die Emotionen dann schon...
00:33:05: Das schon?
00:33:06: ...preisen
00:33:08: und so nach einem Kinderkonzert irgendwie um fünf wo dann zwei Stunden Autogramme geben rum ist da ist man einfach so leer gesaugt.
00:33:17: Und dann kommen aber dann schon die Leute für die Abendshow.
00:33:22: Die
00:33:22: wissen nicht dass wir im Nachmittag das Kinderkonzept gespielt haben Und sagen, ey, okay.
00:33:27: Super!
00:33:28: Selber ist man eigentlich so voll am Boden ...
00:33:31: Ja, aber ich kann mir vorstellen, wenn man auf der Bühne steht, dann ist man wieder voller Energie, ne?
00:33:35: Weil wenn die Leute davor entstehen und ihr macht ja auch so eine Freude, ihr gibt den Leuten ein gutes Gefühl.
00:33:42: Ich kann mir vorstellen, das macht dann irgendwie immer Spaß.
00:33:46: Auf jeden Fall.
00:33:48: Voll
00:33:49: cool.
00:33:49: So laufst du sein.
00:33:51: Sonst wär's irgendwie ... würden wir es wahrscheinlich nicht mehr lange machen also... Das ist ja schon das Haupt-Dings von uns eigentlich.
00:33:57: Ich glaube,
00:33:58: alles was man macht muss Freude
00:33:59: haben und die Freude auch aufs Publikum irgendwie versuchen
00:34:03: zu
00:34:03: übertragen.
00:34:04: Ja aber sonst würdet ihr es nicht mehr lange machen?
00:34:07: Das ist nämlich eine Textzeit in eurem Lied.
00:34:10: ich weiß jetzt nicht kriegst du nicht mal ganz genau zusammen Aber da singt ihr über Plan B.
00:34:14: Ich brauche keinen Plan B weil wir machen Plan A
00:34:18: Genau!
00:34:18: Und meine Frage wie wäre denn Plan B gewesen?
00:34:21: Gibt's eigentlich wirklich nicht oder?
00:34:23: Wir haben Eigentlich haben wir ja nicht mal richtigen Plan A, wir machen einfach... Wir sind schon im C oder
00:34:32: was?
00:34:32: Nein.
00:34:33: Aber wenn man so auf die Anfangszeit jetzt widerspiegelt dann sehen wir eigentlich den Plan B weil wir hatten da schon andere Bands die wir sehr ernst genommen haben und irgendwie so voll ein Konzept dahinter war und haben.
00:34:50: also wir waren auch zusammen in so einer Band Und dann kam die Verspänkung, die haben wir eben nicht ernst genommen und dann hat's plötzlich funktioniert.
00:34:59: Ja genau!
00:35:01: Immer wenn man irgendwie es nicht ernst nimmt ist man plötzlich am besten.
00:35:06: Das ist glaube ich auch eine Textzeile in einem Ärzte-Song.
00:35:08: Immer dann, wenn es mir scheißegal ist bin ich am besten.
00:35:12: Also so... Es geht so in die Richtung, ne?
00:35:14: Dann wenn man nicht so verbissen sich einen Plan macht, ist platt funktioniert.
00:35:18: Schussendlich
00:35:18: was dann halt sehr ... Die Spielfreude war halt noch mehr in den Vordergrund gerückt.
00:35:25: Und ich glaube, das hat genau so viele Leute dann auch berührt und mitgenommen.
00:35:30: Cool!
00:35:31: Im Sommer spielt ihr ja auf dem Kunstrasen.
00:35:33: Das ist ja so ein großes Sommerfestival.
00:35:38: Ist das so das wo er auch gewöhnlich spielt oder spielt sie eigentlich eher immer nur in Zelten?
00:35:41: Ist das was Besonderes auf einem Festival?
00:35:43: Sehr abwechslungsreich.
00:35:44: also wir spielen größere Festivals auch so im Kunstrasens Manchmal in einem Zelt, manchmal in einem kleinen Club.
00:35:54: Sehr erwärtsungsreich und freuen wir uns auf alles.
00:35:57: Also im Bonn haben wir jetzt noch nie so was gespielt.
00:36:00: also wir waren mal in einem Club in Bonn Und wir freuen uns jetzt darauf dass wir da hoffentlich vielen Leuten spielen dürfen.
00:36:07: Ja
00:36:07: auf so einem richtigen festen Gelände mit Sommer hoffentlich bei thirty-five Grad und so
00:36:12: Genau
00:36:13: Ja
00:36:14: besser wie bei vier Grad?
00:36:18: Oder Personen.
00:36:20: Bei vier Personen und vier
00:36:21: Grad,
00:36:22: was ja auch gerne mal in der Schweiz der Fall ist.
00:36:24: Ja aber
00:36:24: wir können nicht mit so kralten Temperaturen sehr schwierig mit Blasinstrumenten.
00:36:30: Also die Intonation, die Stimmung von den Instrumenten geht dann.
00:36:37: also die Instrumente werden tiefer und das Akkordion nicht.
00:36:41: Okay.
00:36:42: Das bleibt Irgendwann ist der Punkt, wo's nicht mehr schön tönt.
00:36:46: Und das ist meistens so bei ... Ja, ich würd sagen bei acht Grad oder so gehts noch, aber drunter wird es dann kritisch.
00:36:54: Aber acht grad?
00:36:55: Ich meine, das ist ja auch echt ... Gemein euch bei acht grad oder vier grad auf die Bühne zu schicken haben!
00:37:01: Wir haben schon bei minus vier oder noch weniger gespielt.
00:37:04: Echt?!
00:37:05: Das klingt
00:37:05: auch runter.
00:37:06: Auf einem Winterfest,
00:37:07: oder was?
00:37:08: Ja, in den Bergen hat voll Schnee und ... Ach krass!
00:37:11: Und dann sind wir, wir spielen ja immer auch noch unter den Leuten und da sind wir mit den Instrumenten runter.
00:37:15: Und nebenan war noch so ein Restaurant und dann sind man mit den Instrumente ins Restaurant rein und im Restaurant haben sich die Instumente erwärmt und sind gestiegen und dann hat es drin komplett verschissen getönt in dem Restaurant.
00:37:31: Dann sind wir wieder rausgekommen und sind gesunken und dann ist die Stimmung wieder gepasst.
00:37:36: Das ist sehr wahnsinnig!
00:37:38: Ja, es ist halt so ein Instrument-Lebthalt.
00:37:41: Das ist halt Holz und was nicht da alles dran ist.
00:37:45: Aber jetzt im Sommer auf dem Festival in Bonn kann der teilweise sogar von einem Grad werden oder so ... Ist das ein Problem wenn die dann so warm wird?
00:37:53: In die Höhe
00:37:54: geht's.
00:37:54: Wärme ist besser.
00:37:55: Da haben wir jetzt die Grenze noch nicht verspürt.
00:37:58: Weil dann dehnt sich auch vieles aus!
00:38:00: Das können dann auch sein als irgendwie tiefer hat.
00:38:02: Das haben
00:38:02: wir eben auch schon viel diskutiert.
00:38:05: eigentlich gehts glaubt zusammen weil Der Ton wird ja tiefer, wenn das Instrument kalt wird.
00:38:12: Ach so!
00:38:12: So rum?
00:38:13: Okay... Also je größer das Rohr desto tiefer der Ton, das haben wir schon noch nicht ganz so rausgefunden müssen wir vielleicht mal mit dem Instrumenten raunen zu gehen.
00:38:23: Das
00:38:23: macht ja auch Sinn, also je länger du das Saxophon, desto tief erklingt es.
00:38:27: Ja genau.
00:38:28: Sag mal kann eigentlich einer von euch jodeln?
00:38:32: Nein.
00:38:36: Es gibt da schon ... Bei uns im Appenzell, das ist ein Kanton bei uns.
00:38:41: Da ist das so weit verbreitet und da muss man auch das dann genau richtig machen sonst dass wir nicht wüsstigen.
00:38:50: Wir
00:38:50: glauben ein bisschen wie es geht aber das müssten wir üben.
00:38:53: Also ihr könnt das jetzt nicht so richtig?
00:38:55: Es gibt ja Leute die können das so richtig...
00:38:56: Nein, nein!
00:38:57: So schon nicht.
00:38:59: Okay.
00:39:00: Ja cool.
00:39:01: Dann denke ich mal, wünsche euch erstmal nochmal viel Spaß weiterhin und viel Erfolg mit euer
00:39:08: Band.
00:39:08: Danke
00:39:09: vielmals!
00:39:09: Und vielen lieben Dank, dass ihr euch die Zeit genommen
00:39:11: habt.
00:39:12: Danke sehr gerne auch.
00:39:12: Schau
00:39:13: und wir sehen uns im Sommer
00:39:15: in
00:39:23: Bord.
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