Kunst!Rasen hinter den Kulissen (#15 Reportage)

Shownotes

Der Kunst!Rasen ist wie ein Dorf. Jeden Sommer wird es neu auf und abgebaut. Ein logistisches Mega-Projekt. Das Kunst!Rasen-Team erzählt, wie alles angefangen hat, wie die Weltstars die Bonner Rheinaue genießen, vor welche Herausforderungen das Team die Lärmschutzklagen stellt und was Pop-Kultur für ein Stadt wie Bonn bedeutet.

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00:00:14:

00:00:17: Hi!

00:00:18: Diese Folge ist ein Blick hinter die Kulissen.

00:00:20: Wer ist eigentlich der Kunstrasen?

00:00:22: Und was passiert da?

00:00:23: und wie läuft der Aufbauer ab?

00:00:25: Dazu begebe ich mich erstmal auf das Gelände in der Rheinaue, hier wird gerade die Bühne aufgebaut.

00:00:33: dort sollen je nächsten Wochen Künstlerinnen und Künstlerauftreten wie Amy McDonald oder der legendäre Nick Cave and the Bad

00:00:43: Seeds

00:00:49: Und Dance-Music-Pionier Moby aus Connectic hat.

00:01:01: Disco-Ikone, Nile Rogers und Chick... ...und auch die Bonner Band Druckluft!

00:01:15: Und Madness

00:01:16: aus England – auch bekannt als The Nutty Boys.

00:01:24: Und noch viele andere.

00:01:26: Auf dem Gelände treffe ich Martin Nötzel einer der Geschäftsführer und Gründer der Open Air-Konzertreihe.

00:01:32: Er wirkt beschäftigt, hat ein Handy am Ohr, ständig will einer irgendwas von ihm oder er will etwas von anderem.

00:01:38: Er beendet das Telefonat und wir setzen uns bei Sonnenschein auf ein paar Kisten.

00:01:43: Hallo Martin!

00:01:44: Hallo Stefan

00:01:45: Man sieht ja jetzt hier... Hier soll mal was entstehen

00:01:48: Ja?

00:01:50: Das sieht für mich so'n bisschen aus, muss ich ganz ehrlich sagen wie wenn es einen IKEA Regal aufbaut nur in riesen Groß.

00:01:55: Also man legt sich da erstmal so diese Diese standen so zurecht?

00:01:59: Und dann wird das so langsam zusammengeschraubt.

00:02:01: Das ist ein bisschen wie so einen Baukastensystem und es ist hier ein Grüstbaumaterial, aus dem wir bauen.

00:02:09: Vor uns sind etwa so vierzig-fünfzig Paletten mit Gestänge.

00:02:18: Insgesamt besteht die Bühne aus etwa vierzehn Sattelzügenmaterial.

00:02:24: Am Ende ist dieses IKEA Regal Zweiunddreißig Meter breit und etwa sechzehn Meter hoch.

00:02:31: Und du kannst in die Kleiderstange oben, kannst einen kompletten Sattelzug beladen reinhängen.

00:02:38: Die Decke hält in etwa achtund dreißig Tonnen.

00:02:43: Wir haben ja in dem Dach eine ganze Menge Krams hängen um die Konzerte durchzuführen.

00:02:48: da hängt ein LED-Wand drinnen, da hängen Scheinwerfer drin, Kameras und alle mögliche anderen Dinge.

00:02:56: Das hat Gewicht.

00:02:57: Ja, aber was braucht denn so ein Künstler an Material über sich damit er irgendwie gut abgebildet wird?

00:03:04: Als wir hier in den Jahr zwei tausend zwölf angefangen haben das ist ja nur noch nicht kein episches Alter da hatten wir Sechsunddreißig Wackellampen also Sechsunddreißig Kopfgesteuerte Lampen drin und man war schon mächtig stolz, weil es war nämlich deutlich mehr als das was wir auf dem Museumsplatz hängen hatten.

00:03:20: Und heute sind es irgendwie um die Hundertsechzig.

00:03:24: Das hat sich ja so vervielfach.

00:03:26: Die Künstler wollen immer mehr Klimbim haben, was immer mehr können soll...

00:03:30: Also Licht im Wesentlichen oder?

00:03:32: Genau!

00:03:32: Was bis Ende Juli auch gar keinen Sinn macht weil die Veranstaltungen im Zweiundzwanzigjahr enden und man eh nix sieht.

00:03:40: aber sagen wir mal die Produktion werden immer fetter von Jahr zu Jahr.

00:03:46: Wir arbeiten hier mit Drohnen die im Bühnenbild eingesetzt werden.

00:03:52: Wir haben zig Kamerapositionen bei manchen Produktionen.

00:03:56: Wir haben LED-Rückwände, wir haben eine LED auf der linken oder rechten Bühnenseite hängen.

00:04:04: Das liegt natürlich

00:04:05: alles.".

00:04:05: Und die Bühne ist nicht das einzige was hier aufgebaut wird.

00:04:09: Kathrin Wohm ist auch Geschäftsführerin des Kunstrasens und als Projektleiterin ist sie zuständig für den Auf- und Abbau – Sie habe ich im Büro interviewt!

00:04:18: Ich kenne quasi jeden Stein auf dem Platz seit ein paar Jahren.

00:04:23: Wichtig zu wissen ist, dass das eine Wiese ist und da ist gar nichts!

00:04:26: Wir bauen alles dahin von dem kleinsten Zelt bis zur großen Bühne, vom Wasser bis Strom.

00:04:31: Alles wird hingekart oder aufgebaut und am Ende wird alles abgebaut und wieder zurückgebracht.

00:04:36: Und das halt alles über eine Straße, über einen Zuweg auf dem Kunststraße.

00:04:40: Deswegen ist der logistische Aufwand sehr hoch weil im Gegensatz zu vielen anderen Locations die viele zu- und Abweger haben, haben wir nur eine Straße.

00:04:48: Das ist so das, was unsere größte Herausforderung ist im Aufbau.

00:04:51: Und was müsst ihr da alles hinbringen?

00:04:53: Sind das mehrere LKWs?

00:04:54: Ja es geht wahrscheinlich über hundert Lkw hinaus für Auf- und Abbau zusammen ja.

00:04:59: D.h.,

00:05:00: da ist die Bühne drin, was ist da noch drinnen?

00:05:02: Bühnen,

00:05:02: Wirbzelt alle Container für den Artersbereich, unseren Backoffice Bereich, die ganzen Getränkestände viele Essensstände.

00:05:10: wir haben nur wenige externe Essensständer.

00:05:12: das meiste machen wir selber Das Ganze was um die Bühne drum herum ist, die ganze Technik.

00:05:17: Die Leinwände, Strom, Wasser... ...die Sitzplatz der Bühnen und so große Scheißschutzwand.

00:05:24: Alles muss dahingekart

00:05:25: werden.".

00:05:25: Und das Ganze für einen Festival-Sommer an dem rund zwanzig Shows stattfinden!

00:05:30: In Summe dürfen wir zwölf Wochen auf der Fläche sein und versuchen immer acht Wochen Veranstaltung zu machen, zwei Wochen Auf- und Abbau zu machen.

00:05:37: Und dann kommt es manchmal aber, dass ein Veranstalter um die Ecke kommt und sagt ich habe jetzt noch einen Megaknaller können wir noch einen Tag länger machen?

00:05:42: Dann verkürzt sich entweder auf oder der Abbau

00:05:45: zurück

00:05:45: auf den Kunstrasen.

00:05:48: Ich will nochmal so

00:05:48: wissen wie die Hörer und Hörersinnen

00:05:50: mitnehmen

00:05:51: weil wir sind ja genau vor Ort!

00:05:52: Wir sehen das hier alles.

00:05:53: und diese Spielstätte... ich beschreibe das mal.. Das ist eigentlich nur eine wunderschöne Wiese in der Reinaue Umgeben

00:06:01: von,

00:06:02: ich weiß gar nicht was das für Bäume sind.

00:06:03: Linden oder?

00:06:04: Ja.

00:06:05: Linton sind

00:06:06: das, ne?

00:06:06: Linden, Plantanen, Buchen...

00:06:09: Also einfach richtig charmant und ansprechend.

00:06:12: ja also jetzt nicht irgendwo so ein Parkplatz in der Pampa sondern es ist wirklich super zentral Es ist wunderschön umgeben Und das macht glaube ich diese ganze Spielstätte auch so besonders.

00:06:23: Das fragt mich...

00:06:24: Wir sind hier definitiv an einem der schönsten Landschaftsparks in Deutschland Der Bonnereinaue.

00:06:30: So jetzt, krach haben wir natürlich auch.

00:06:33: Da kommt

00:06:33: hier gerade ein Gabestabler vorbei!

00:06:36: Hat der Gabestapler nennen so einen Bier fast drin oder was

00:06:38: ist das?

00:06:39: Nee, er fährt nicht mit Bier, der fährt mit Gas.

00:06:41: Achso, der Fert mit Gas, der Gabenstank.

00:06:43: Der Gastank, der ausgetauscht werden

00:06:45: kann.

00:06:46: Okay, aber habe ich mir wieder was gelernt hier.

00:06:48: Ja, wir haben Diesel-Stabler und Gasstabler.

00:06:51: Langsam kommen auch Elektrostabler auf, aber wir haben keinen davon.

00:06:55: Gesprochen habe ich ja auch mit Carmen Emmert aus dem Kunstrasenteam Welches genau genommen aus überein Dutzend Leuten besteht.

00:07:02: Sie ist zuständig für das Marketing, auch sie findet die Spielstätte außergewöhnlich.

00:07:07: Es ist super schön grün es hat beste Sicht von allen Plätzen Es ist immer ein bisschen frischer weil die kühle Brieße vom Rhein rüber weht und man fühlt sich einfach rundum wohl.

00:07:18: Es ist eine Oase mitten in der Stadt.

00:07:19: Man muss sehen dass es gerade mal fünfzehn Minuten zu Fuß vom Ortszentrum entfernt ist Und quasi fünf Minuten zumindest mit dem E-Bike ist man schon da.

00:07:29: Man kann von allen Richtungen, also von allen Ortsteinen sehr zügig an den Kunststraßen gelangen sogar vom Köln.

00:07:37: Von Kölnen?

00:07:37: Wenn die Bahn fährt?

00:07:39: Dreizig Minuten!

00:07:42: Es ist eine coole Fläche.

00:07:43: es ist einfach ein Hotspot mitten in der Stadt für Bonn.

00:07:47: Es hat große Strahlkraft und der Tanzbrunnen ist sicherlich auch nett.

00:07:51: aber ich finde das ist einfach... Es ist sehr viel charmanter, lebendiger und es lebt vor allem auf den Menschen die das machen.

00:07:57: Und immer auf und ab bauen und ich glaube dass diese Seele dieser Spirit einfach in diesem Gelände verankert ist und das spürt man auch wenn man hinkommt.

00:08:03: Für viele sei der Kunstrasen eine Möglichkeit ihre Musikhelden direkt vor der Haustür zu sehen?

00:08:09: Also es gab ja auch in einem anderen Podcast diesen wunderbaren Ausbild.

00:08:13: Ich komme aus fucking Kesse nicht und jetzt spielen Cypress Hill in fucking Bonn.

00:08:17: Ich hab's geliebt, weil es drückt genau das aus was letztendlich ist.

00:08:20: Ja und aber heute waren die in Town.

00:08:23: ich bin im fucking Fahrrad aus fucking Kessenich hier rüber gefahren Und habe einfach Saipersell aus fucking Kalifornien gehört.

00:08:32: Wie geil ist das denn?

00:08:34: Hammer!

00:08:35: Es war total geil.

00:08:36: Ich find so cool dass die Jungs hier waren und ich bin so dankbar.

00:08:41: Total cool.

00:08:42: Die Bands die man immer mal sehen möchte wo man sonst irgendwo hin pelgert Die spielen plötzlich vor der Haustür.

00:08:48: und ich finde auch es ist eigentlich selbstverständlich, dass man das wahrnimmt.

00:08:52: Und dass man sich darüber hinaus wie Bolle freuen kann, dass das überhaupt möglich ist.

00:08:56: Wir müssen uns nicht bewegen und die Bands kommen zu einem auf einen Super-Spot wo man ja quasi mit dem Fahrrad hin radelt.

00:09:04: Man radelt mal kurz dahin und sieht nen Weltstar ob Deutsch also national oder international Den eigenen Superstar so vor sich, seine Lieblingsband und hat diesen kleinen geheimen heimischen Moment für sich.

00:09:17: Und das finde ich schön.

00:09:18: und ja... Ich hoffe andere auch.

00:09:21: Schön sind wie ich das Wahrnehme einfach nur die Vibes, die die Location ausstrahlt.

00:09:26: Dazu gehört auch das Team, dass dahinter steht.

00:09:29: Also ich glaube ganz besonders macht es natürlich die Locations durch die Bäume, die da drumherum stehen, die Lage direkt am Rhein also die Lage.

00:09:36: Ich glaube aber und ich höre es auch immer wieder, dass die Leute schon merken das es im Team schon was Besonderes ist bei uns.

00:09:42: Und dass sie sich sehr gut verstehen und sehr gut funktionieren.

00:09:45: Man relativ schnell bei den meisten Shows an Getränke oder Essen rankommt, was ja auch sehr wichtig ist Und wir schon aus so Kleinigkeiten achten, dass wir wassergespülte Clos haben.

00:09:55: Dass da immer Toilettenpapier ist und ein paar kleine Gullies haben wie Postkarten, die man verschicken kann bei uns auf dem Gelände oder so eine Hall of Fame, wo man sich draufschreiben kann.

00:10:07: Und dass sie jedes Jahr wieder etwas Neues erblicken.

00:10:10: Ich glaub, früher hattet ihr noch irgendwie vor dem Kürzer-Gelände ... Buden und Stehen oder noch ein bisschen Remidermine.

00:10:16: Aber das findet jetzt nicht mehr statt, ne?

00:10:18: Wir hatten bis zu den Biergarten, denen wir da bespielt haben aber der wurde uns von der Stadt untersagt.

00:10:24: Was soll man dazu sagen?

00:10:26: Gar nichts mehr!

00:10:27: Aber nochmal kurz zum Kunstrasenteam.

00:10:30: Das muss schon irgendwie gut harmonieren wenn man einen so großen Event jedes Jahr stemmen will.

00:10:34: Ich sage immer wie sie in der Familie und ich bin da auch stolz drauf.

00:10:37: Wir haben Dienstleister mit denen arbeiten wir seit Zwei-Tonzwünft zusammen oder mindestens zehn Jahre, die alle das Kunstrasen Fieber gepackt hat würde ich mal sagen.

00:10:46: Als entweder man liebt das und bleibt man da oder man find's okay dann geht man relativ schnell wieder.

00:10:52: aber die dies lieben die würden alles dafür tun und das macht uns aus.

00:10:55: wir sind ein großes Team.

00:10:57: Wir gehen da zusammen raus und kämpfen gemeinsam, egal was passiert.

00:11:02: Und alle sind für alle da.

00:11:03: also egal wer ja gerade Hilfe braucht welche Baustelle grad stockt ob das ein Dienstleister ist oder wie das sind wir sind alle voneinander da.

00:11:11: und dass es das was das so besonders

00:11:13: macht.

00:11:13: Das Besondere ist ja wie schon erwähnt Delocation.

00:11:17: auch ich bin mittlerweile mit vielen Besuchern auf den Konzerten ins Gespräch gekommen und immer wieder heißt es Harja der Platz ist so schön.

00:11:24: Ja, was ist denn an dem Platz eigentlich so besonders?

00:11:27: Martin Nötzel erzählt.

00:11:28: Also wir sind ja immer in der schönsten Landschaftsparkst Deutschlands, der Bonnereinaume und der Bereich ist schon recht alt.

00:11:35: Um die Jahre von den letzten Jahren wurde das zu Sportplätzen umgebastelt von der Bonner Bevölkerung.

00:11:42: Stimmt!

00:11:43: Von der Lage sieht es aus wie ein Sportplatz.

00:11:45: Genau, das war dann der abgeordneten Fußballplatz des Bundestages.

00:11:51: Hier spielte Raskar Fischer, seine Blutgrätschen aus.

00:11:55: Und dann war hier auch ganz früher der erste Bonner Flohmarkt.

00:11:59: Genau dazu muss man sagen, hier war mal Bundeshaus statt.

00:12:01: Hier waren wir der Bundestag.

00:12:04: Das wissen ja vielleicht manche noch nicht.

00:12:06: Muss man auch nochmal erklären?

00:12:07: Ja das gehörte jetzt zur Bandmeile dieser Bereich.

00:12:10: Es war Teil des Bundestages.

00:12:13: Aber Willy Brandt und so, die waren alle hier wahrscheinlich.

00:12:17: Haben ja Sport gemacht.

00:12:19: Also keine Ahnung.

00:12:20: Norbert Blüm hat hier Fußball gespielt, definitiv!

00:12:22: Der war auch öfters hier zum Besuch bei Konzerten auf dem Kunstrasen...

00:12:26: Das war der ehemalige Arbeitsminister?

00:12:27: Ja, ich war

00:12:28: der Bundesarbeitsminister und der Sohn, Christian ist ja Drummer bei Brings und die spielen hier eigentlich so alle zwei Jahre und wir sind befreundet miteinander.

00:12:38: Witzig dann spielt er quasi hier Schlagzeug wo sein Vater schon als Politiker gearbeitet und hier joggen war oder Fußballspielen.

00:12:45: Also es gibt Bilder, wo er hier auf Fußball gespielt hat.

00:12:47: Der war in der Mannschaft des Bundestages und ich weiß nicht gegen wen die gespielt haben.

00:12:51: Auf jeden Fall.

00:12:51: hier spielte das Ganze ab.

00:12:53: Dann gibt's hinten noch so ein Bissmark-Turm.

00:12:56: Und hinten, wo wir unseren Artistbereich haben, da stand früher die Bonner Stadthalle.

00:13:02: Die Stadthalle Bonns war bis twondneinzehnhundertzweihenfünfzig dort, hatte aber forty fünf Treffer bekommen im Zweiten Weltkrieg und wurde dann fifty vier niedergelegt.

00:13:13: Und am Ufer sieht man noch die Fundamente dieser Halle.

00:13:18: Die Brüstung zum Rheinhin und das war ein großes Ding, so groß wie die Beethovenhalle sah aus wie so eine bogotisches Backsteingebäude und hatte den Spitznamen Bierkirche der Kaiser Wilhelm diesem Hause gegeben hat.

00:13:38: Wahnsinn, woher weißt du das alles?

00:13:40: Weil ich weiß das einfach.

00:13:41: Wir haben auch immer Konzerte stattgefunden.

00:13:43: Also hier haben wir in den Jagen von vier Jahren an einen Lindengarten und Biergarten.

00:13:49: Und dort fanden auch unterschiedlich unter freiem Himmel Konzertestadt.

00:13:53: Aber die hast du nicht... da hat sie noch nichts mit zu tun.

00:13:56: Nee, ich bin jetzt hundertsechzig Jahre alt.

00:13:58: Nein!

00:14:00: Okay dann muss ich aber sagen, dass ist gut gehalten.

00:14:03: Ja, frischer Salat.

00:14:04: Wenn

00:14:05: der oben sich gerade steht so ein Zelt über dem Ganzen drüber, da saß gerade eben noch irgendwie so ein Planer drin.

00:14:12: Das sah also aus wie so eine römische Feldherr der oben in einem Zelt sitzt

00:14:17: und beschattet

00:14:18: während die Leute unten in der Saison quasi ihre Arbeit vollrichten müssen.

00:14:22: Genau

00:14:22: das ist der Peter Schwemann, Einhaber vom Bühnenbauer.

00:14:25: Hat mich so ein bisschen daran erinnert.

00:14:26: Irgendwo

00:14:27: hat die Firma Doc Stage und die Bauern hier die Bühne und er muss im Schatten sitzen und damit einen grünen Kopf bewahrt.

00:14:33: Da will ich nochmal genauer nachhaken!

00:14:36: Ich gehe rüber zu Peter Schwemann von Dog Stage, der Bühnenbaufirma und stelle einige Fragen.

00:14:42: Es fallen Begriffe wie Sherry Picker oder Juwelier Laser.

00:14:46: Klingt fachschinesisch!

00:14:47: Die Bühne auf dem Kunstrasen findet er schon relativ groß.

00:14:50: Das ist jetzt mal für die Fläche hier, das ist schon ziemlich amlich.

00:14:54: Für den Kunstrasens sind wir dieses Jahr bei etwas über dreißig Meter Breite fast sechzehn Meter hoch Alleine.

00:15:04: hier kommt an Ballast mehr als fast vierzig Tonnen rein, um das Ganze dann dementsprechend gegen Abhub und so weiter zu sichern.

00:15:12: Also es ist schon eine Spielfläche von achtzehnundhalb auf zwölfundhalb

00:15:16: Meter.".

00:15:17: Es gibt natürlich noch größere Bühne – etwa die Bühner in Wacken!

00:15:20: Die baut er auch auf.

00:15:22: Wacken haben wir gebaut, ich glaube da war die Bühne der Doppelbühne hundertdreißig Meter breit.

00:15:28: Sechzehn Meter Spielfläche tief und ich glaub wenn man bei achtzehn- neunzehnt Meter höher.

00:15:33: Also relativ groß oder?

00:15:34: Das ist

00:15:35: ein Monster!

00:15:36: Also größer geht es eigentlich fast gar nicht mehr

00:15:38: oder?!

00:15:39: Es gibt's schon noch größer, ne?

00:15:41: Ja.

00:15:41: Also es gab mal eine Bühne vom Rieu die war größer.

00:15:45: Von wem?

00:15:46: Vom André

00:15:46: Rieu

00:15:47: ja.

00:15:47: Ach so Dieter Schlager sein

00:15:48: hat!

00:15:49: Dieser Hollander der auch Wiener macht.

00:15:50: Ehrlich?!

00:15:51: Mit der Geige ja doch.

00:15:52: Der hatte ein ganzes Schloss bauen

00:15:54: lassen

00:15:55: und hat das rumfahren lassen.

00:15:56: also das war... Das waren die größte Bühnen die ich hier mal mit ihm gesehen habe bei so einer Geschichte.

00:16:01: Ist ja Wahnsinn

00:16:02: ey!

00:16:02: Das war die größtetourbühne in der Welt.

00:16:04: Und da haben sie mit dran

00:16:05: geschraubt?

00:16:05: Da haben wir auch mit drin geschrauben natürlich.

00:16:07: Aber jetzt mal kurz die Luft anhalten.

00:16:10: Will man das eigentlich so?

00:16:11: eine Monster-Bühne mit Mega

00:16:12: Show?

00:16:13: Kamen Emmert vom Marketing, sieht die Vorteile eher in kleineren Shows.

00:16:17: Wir haben Zehntausende auf dem Kunstrasen und dann ist es ausverkauft.

00:16:21: Dann erlebte man große Künstler in netten Umgebungen, heimeliger Atmosphäre.

00:16:27: So Taylor Swift und sowas... Das ist dann nochmal ne andere Liga oder was?

00:16:34: Ja, das ist sicherlich eine andere Liga und ich glaube mit der Heimlichkeit eines Kunstrasens lässt sich das nur schwer vereinen.

00:16:41: Also ich bin lieber beim Team heimlicher Kunstrausen?

00:16:45: Ich auch!

00:16:46: Ist da so ne Massenveranstaltung oder...?

00:16:47: Naja,

00:16:48: ich zahle viel Geld um am Ende auf Weiterentfernung eine Leinwand zu beobachten, habe dafür viel Geld gezahlt Erlebe den Künstler eigentlich gar nicht so.

00:16:57: Beim Kunstraßen ist das doch wesentlich näher, man erlebt den Künster wirklich ... Man kann ihn auf der Bühne sehen und nicht nur über Leinwand.

00:17:03: Das wird natürlich auch die Möglichkeit, es über die Leinwände zu sehen.

00:17:07: aber man kann einfach den Kündstler spüren, der steht auf der bühne, man sieht ihn, man spürt dass er da ist im Stadion.

00:17:16: Ja also ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber es ist meist soweit entfernt, das ist ja schon in der Kölner Arena so relativ früh anfängt auf die Leinwände zu gucken, weil der Künstler nicht mehr wahrnehmbar ist.

00:17:29: Und ja insofern würde ich den Kunstrassen immer bevorzugen.

00:17:35: Im Winter ist das natürlich eine andere Situation.

00:17:37: aber im Sommer dabei sein und vorne sein, dass erleben wichtig.

00:17:43: und deshalb ist es für mich, Stadionsshow ist für mich weitaus weniger interessant, würde ich eigentlich niemals machen habe auch außer Arbeitssinnen noch nie gemacht.

00:17:52: Tatsächlich hat Carmen Emmert auch schon Promo für Stadions-Shows gemacht.

00:17:56: Etwa Michael Jackson im Müngersdorfer Stadion.

00:17:59: Zu dem Konzert fällt ihr dann plötzlich eine Anekdote ein, die gar nichts mit dem Kunstrasen zu tun hat, die ich aber ziemlich interessant fand!

00:18:06: Also das Markanteste finde ich war immer noch – das erzähle ich immer wieder gerne – ist halt immer noch die Kinder, die bei Michael Jackson mit auf die Bühne sollten in so einem Multiracial Mix sortiert, dann ausgesucht werden mussten und die Eltern zu fragen naja welcher Hautfarbe hat ihr Kind?

00:18:27: also haben sie ein Attraktivkind welche Hautfarben welches Alter um dann jene rauszusuchen die mit auf die Bühne sollten.

00:18:32: das war sehr unangenehm.

00:18:35: Also es waren extrem... eigentlich war das ja Teil des Riders das technischen Riders aber endete natürlich in der Promoabteilung weil wir können sich besser kümmern als die Leute die gerne mit anderen Leuten reden und das war eine Situation die ich sehr kurios fand, wo man dann wirklich die ganze Verwandtschaft und Bekannte und alle Leute abtelefonierte auf der Suche nach passenden Menschen in einem Range von vier bis siebzig.

00:19:02: Die sollten damit auch beim Earthstone war das und Blümchen überreichen.

00:19:05: jetzt muss mal ein kleines Kind finden was denn den Mumm hat auf der Bühne zu stehen vor weiß nicht wie viel waren das damals?

00:19:10: Fünfzigtausend?

00:19:11: Sechzigtaußen sogar, die dann die Blümche überreicht an Michael Jackson.

00:19:16: Aber wie gesagt, das waren andere Konzertgrößen.

00:19:19: Der heimelige Kunstrasen ist für solche Größenordnungen gar nicht ausgelegt mit bis zu zehntausend Besuchern.

00:19:24: Den gibt es schon seit über zehn Jahren.

00:19:27: aber wir hat eigentlich alles mal angefangen!

00:19:29: Also wir haben die Konzerte gemacht auf einem Museumsplatz ganz anfänglich, in dem wir den Platz halt von der Kunst und Ausstellungshalle zur Verfügung gestellt bekommen hatten Und dann hat das die Kunstnausstellungshalle diese Konzerte selber übernommen, selber produziert und ist damit in Wettbewerb getreten.

00:19:52: zu den freien Veranstaltern.

00:19:54: Dafür haben sie dann noch in etwa ein bis zwei Millionen jährliche Subventionenanspruch genommen und haben tolle Konzierte gemacht.

00:20:03: Das kollabierte dann weil es natürlich auch nicht so ganz einfach ist als staatliches Unternehmen in einer Branche im Wett Bewerb zu treten mit Steuergeldern Ja.

00:20:13: Weil die freien Veranstalter erhalten keine Subventionen, wir als Kunstrasen erhalten keinen einzigen Cent öffentliche Gelder.

00:20:21: Wir zahlen dafür dass wir diese Form von Kultur machen.

00:20:24: Das ist wichtig zu wissen und auch zu verstehen.

00:20:26: Aber du wolltest fragen wie man an die Spielstelle rankam.

00:20:28: Also wir waren auf dem Museumsplatz schon aktiv Und da sind wir genommen worden weil wir die Schwächsten waren.

00:20:35: Ich wollte eigentlich gar keine Konzerte mehr haben.

00:20:36: das haben wir zwar erst hinterher verstanden Aber ich habe gedacht, dann nehmen wir diese blöden Bonner Veranstalter.

00:20:42: Die kriegen das eh nicht auf Kette.

00:20:43: wenn wir jedes Jahr fast zwei Millionen Euro Steuergelder hier verballert haben wie wollen die einen ja überleben?

00:20:49: Dann sind sie pleite und dann haben wir wieder Ruhe im Karton.

00:20:52: Und wir arbeiten nur vollkommen anders.

00:20:54: Das haben Sie nämlich nicht verstanden dass wir eben keine Verwaltungsbeamtenköppe sind sondern ein Taschenrechner auch bedienen können und wir haben ja im ersten Jahr Profit erwirtschaftet.

00:21:04: Wir haben einfach mit ganz anderem Geld dann die Konzerte realisieren können als das vorher der Fall war.

00:21:11: Wir haben auch weniger Konzert gemacht, wir haben noch gar nicht mehr die Weltstars wie Elton John oder so auf dem Platz bekommen weil ich es doch gar nicht gerechnet hätte.

00:21:22: Elton Jon kriegt damals drei vierhunderttausend Euro und bei acht tausend Besuchern ist schon vollkommen klar dass die Kosten die dafür ursacht sind gar nicht einzuspielen.

00:21:31: Achso und so war das damals?

00:21:32: Die hatten dann wirklich solche Stars Waren im Publikum von achttausend Leuten oder was?

00:21:36: Jaja, weil der war nicht mal ausverkauft zum Teil.

00:21:38: Also Leiser Minnelli spielte die ist halt eben sagt teuer und da ging es einfach darum dass die Frau halt dort spielt.

00:21:45: ja und nicht darum kann ich das überhaupt bezahlen mit den Geldern die mir das Konzert einspielt.

00:21:51: Ja und dann wie seid ihr jetzt an diese Spielschatte gekommen?

00:21:53: Und dann sind wir in die Stadt Bonn reingetreten haben gesagt Wir würden gerne hier in der Gronau auf dem ehemaligen Abgeordneten, Sportplatz die Konzerte veranstalten und da passierte erst mal nix.

00:22:05: Da wüsste man nicht ob man das könnte.

00:22:07: dann müsste man doch mal schauen Und dann ging es hin und her wenn man noch hinter dem Verkehrsministerium war an der Fläche dran.

00:22:16: Das war aber alles sehr problematisch Kurz oben.

00:22:19: wir hatten dann Verträge für Bob Dylan, Zas, Carol Emerald und Lou Reed oft in der Hand Und wir konnten die aber nicht einbuchen, weil wir keine Spielstädte hatten.

00:22:31: Und das war dann so der zwanzigste Dezember... ...zweitausend elf.

00:22:36: und dann sind wir dann zum Kulturamt marschiert mit einer thermoskanne Kaffe und haben uns da hingesetzt und gesagt, wir hätten jetzt gerne mal hier eine Entscheidung.

00:22:43: Der Kulturamtsleiter damals, er war sehr unglücklich mit uns, weil sie nicht gingen und wir sagten, also ich muss jetzt einfach mal eine Entscheidung getroffen werden.

00:22:51: Sie können die treffen, treffen sie die?

00:22:53: Wir setzen ihn unter Druck.

00:22:54: und dann hat der gesagt, er wäre dafür nicht zuständig usw.

00:22:59: Und dann ist er ernsthaft hart, nachdem wir da schon irgendwie sechs, acht Stunden blöd rumgesessen hatten...

00:23:05: Der auch Teil aus Teams ist?

00:23:07: Genau!

00:23:07: Ja, ihr müsst ja auch noch sprechen.

00:23:09: Das war damals der Oberbürgermeister.

00:23:13: Dann hat der Oberbürgermeister Nimtsch uns gesagt, okay, ihr könnt das spielen.

00:23:17: Ja, der Nimmsch damals ist der Beoberbürgermesser hier im Bohnen.

00:23:19: Er war ja sehr kulturaffin, weiß ich noch.

00:23:23: Der hat ja auch selber Theater gespielt glaube ich.

00:23:25: Der hat Theater gespürt, der hat gesungen und der war der Sache eigentlich sehr offen gegenüber uns gegenüber sehr aufgeschlossen.

00:23:34: Weil das ist ja auch keine Selbstverständlichkeit dass man in der

00:23:37: Stadt so einen Platz kriegt oder?

00:23:39: Nee selbstverständlich ist es nicht aber dass es in so einer Stadt einen solchen Platz geben muss für eine totale Selbstverständigkeit.

00:23:45: Also wir haben hier eine Stadt mit dreihundertdreißigtausend Einwohnern.

00:23:48: Wir haben ein Kreis drum herum, ich weiß nicht, mit knapp sechshunderttausenden.

00:23:51: Dann haben wir hier den Bereich bei neuen AHA-Weiler und so weiter.

00:23:56: das Einzugsgebiet hat weit über ne Million Einwohner.

00:23:58: Genau!

00:23:59: Und die kommen ja alle aus den ganzen Bereichen auch hierhin?

00:24:01: Das sind denn nur die Bonner, die

00:24:02: hier... Ja, die Leute kommen aus ganz Deutschland angereist.

00:24:05: Aus ganz

00:24:05: Deutschland?!

00:24:06: Ja selbstverständlich wenn wir hier ne Show haben mit London Grammar, die spielen genau einen Konzerten, das spielen sie hier

00:24:11: Also ein Konzert in Deutschland spielen.

00:24:13: Genau, ich spiele einen einzigen Konzern und wenn ihr das sehen willst musst du dein zuckeresübsten Revue-Körper nach Bonn zaubern, sonst passt das nicht.

00:24:20: Die siehst Du genau hier!

00:24:21: Und das haben wir mit verschiedenstens... Sehr verrückt.

00:24:24: Ich wohne nur... ...fünfhundert Meter weit weg von dieser Bühne.

00:24:29: Ja, Siehst

00:24:30: Du.

00:24:30: Und habt das direkt vor der Nase?

00:24:32: Das gibt es ja gar nicht.

00:24:32: Andere kommen dann irgendwie aus Hamburg an.

00:24:35: Die kommen auch aus dem Ausland angefahren.

00:24:37: Wir verkaufen relativ viele Karten in den Niederland, aber auch in Belgien und Luxemburg.

00:24:42: Wir haben aufs Aber auch das ganze Reisegruppen aus Großbritannien angereist kommen.

00:24:46: die Preise hier sind relativ günstig und immer mehr Menschen nutzen solche Konzertveranstaltungen um Wochenendtrip zu machen.

00:24:54: Die kommen dann nach Bonn und gucken sich dann noch verschiedene Sachen aus geben Geld in der Innenstadt aus oder fahren weiter an die A oder Oder gucken

00:25:00: Sie sich noch ein Beethoven Haus an?

00:25:02: Ja gibt es viel also viele Künstler die sich das Beethoven Haus anschauen.

00:25:05: Ach ehrlich Ja, ja.

00:25:06: Dann

00:25:07: kommt dann irgendwie Bob Zillen und danach stiefelt er nochmal ins Beethofenhaus.

00:25:11: Nee die haben das schon zu, wenn danach... Wir bieten das an oder?

00:25:15: Wer war

00:25:16: denn mal im Beethovenhaus von den Künstlern?

00:25:17: Patrick Smith war zum Beispiel in dem Beethoven Haus.

00:25:19: Ach

00:25:19: ehrlich?!

00:25:20: Sehr cool!

00:25:21: Und die Jörg war da interessiert und wollte mal gucken.

00:25:24: wie ist der geworden?

00:25:24: Der Beethoven ist ja nur eine Ausnahmefigur und jeder der sich mit Musik beschäftigt hat vernünftig, der hat sich auch mit Beethoven beschäftigt Und das ist schon einer der großen Denker.

00:25:37: Ja,

00:25:38: aber ich finde halt so als Autonomalverbraucher wie ich das bin, find' ich das halt schon irgendwie immer interessant zu hören, was Musiker und Künstler auch so weltbekannt sind.

00:25:49: Irgendwie einfach danach ganz normale Sachen in der Stadt machen?

00:25:51: Ja klar!

00:25:51: Die gehen auch shoppen oder... und die sind hier einen ganzen Tag, viele auch mehrere Tage und die schauen sich das hier an.

00:26:00: Klar

00:26:01: Ist ja auch nicht die schlechteste Stadt um hier mal ein

00:26:04: bisschen

00:26:04: zu relaxen, oder?

00:26:05: Das ist ja wirklich schön.

00:26:06: Wir sind es direkt am Rande dieses Landschaftsparks Rheinaue und die Künstler, die hier spielen, die fahren ja auch teilweise in der Mittagsfahrrad durch die Rheinau- oder Joggen oder so.

00:26:19: Die haben eben den Tag über eine ganze Menge Freizeit.

00:26:24: Und dann habt ihr diese Spielstätte hier bekommen!

00:26:26: Wir haben dann in two-tausend elf die Zusage bekommen, einen Testlauf tätigen zu können und zwar im Juli zwanzig

00:26:35: zwölf.

00:26:37: Und da haben wir gesagt also wir machen hier nicht irgendwelche komischen Testsläufe.

00:26:41: Wir gucken ob das innerhalb der unzugebenden Genehmigung funktioniert?

00:26:46: Dann geben wir davon aus dass wir hier langfristig spielen weil diese Art von Veranstaltung Konzerte haben benötigt eine Heimat in Bonn Sehen.

00:26:57: So, dann war es im Jahr zwölf und hat stattgefunden in acht Konzerte.

00:27:01: Wir waren noch gut besucht und wir waren froh und mutig und haben dann den nächsten Saison gestartet.

00:27:07: Dann haben wir noch eins drauf gesetzt mit einem sechsmastiges Palastzelt.

00:27:11: über vier Wochen dahingesetzt und zack bummen bekamen wir eine einstweilige Verfügung von einem Anwohner rein.

00:27:18: Und der sagte das ist mir alles zu laut.

00:27:21: Moment also dieser Kläger!

00:27:24: Von der anderen Rheinseite Ich würde es einfach mal so formulieren, der ist mittlerweile irgendwie richtig Teil des Gesamtkunstwerks Kunstrasen geworden.

00:27:32: Und richtig viele Stars die dort auftreten wissen auch darüber Bescheid und ich muss immer wieder schmunzeln wenn das auf der Bühne Thema wird wie hier bei Jan Delay.

00:28:04: Das war übrigens das Jandy-Lay-Konzerts.

00:28:07: Aber wie ging es denn jetzt weiter?

00:28:09: Und nun hatten wir eine Baugenehmigung, in der Baugenehnigung war beschrieben was wir dürfen und was wir nicht dürfen und wir haben uns an das was uns da ein Grenzengesetz wird auch immer gehalten.

00:28:22: Naja dann,

00:28:23: einstweilige Verfügung alle mal nach Köln zum Verwaltungsgericht Und dann wurde beschlossen, dass der Anwohner mit uns zusammen und einem Schallschutztechniker verheidigt ist sozusagen den Pegel einen misst.

00:28:39: Das war glaube ich... also ich habe ja auch so ein paar Sachen mitbekommen.

00:28:43: das stand dann auch wiederum in der Zeitung Das wurde so ein bisschen hochgekocht.

00:28:47: Nur wir hatten dann Titel ne, in der Bildzeitung und Expressen.

00:28:50: Sogar in

00:28:50: der Wildzeitung

00:28:51: oder was?

00:28:51: Ein Generalanzeiger, Kölner Stadtanziger... Überall!

00:28:54: Also

00:28:54: ich meine nicht zu erinnern das war sogar einen Anwohner der auf der anderen Rheinseite gewohnt hat, war das so?

00:28:59: Ja ja, der ist unser nächster Nachbar auf der andern Rheinseite Und der

00:29:03: ist damit nicht zufrieden, dass hier, sagen wir mal so zwei Monate im Jahr kann man ja so sagen dem Sommer dann ab und zu mal abends hier ein bisschen

00:29:15: Ja,

00:29:15: ein bisschen ist gut.

00:29:16: Also wir haben halt hier Konzerte die bis zu zehntausend achthundert Leute anlocken und wir produzieren ordentlich Krach.

00:29:28: Wir möchten gerne laute Konzertveranstalten.

00:29:31: also das ist unser Ansehen.

00:29:33: auf der anderen Rheinseite wohnt dann halt jemand der möchte da eben keinen Konzerthören.

00:29:39: Und dann haben wir uns überlegt, wie können wir denn den Lärm-Einhalt gebieten?

00:29:45: Wie können wir das reduzieren auch immer mit dem Verständnis um die Nachbarn oder um die nachbarn, die wir hier haben.

00:29:52: Wir möchten ja auch gerne langfristig diese Konzerte veranstalten.

00:29:55: also müssen wir irgendwo an den Punkt kommen dass wir uns so verhalten, dass wir sozial verträglich sind.

00:30:02: Wobei ich sagen muss... Also ich will jetzt gar nicht so partei ergreifend sein.

00:30:09: Ich sage mal, ich rede jetzt aus einer relativ objektiven Sicht.

00:30:12: Ich wohne ja auch hier in der Nähe und ich kriege die Konzerte auch mit abends.

00:30:17: Und ich muss tatsächlich sagen, mich stört das nicht!

00:30:20: Das ist ja nicht jeden Abend sondern immer dann nur ein paar Mal im Sommer... Also meine ganz persönliche Meinung, es ist absolut verträglich.

00:30:30: Das ist subjektiv, vollkommen in Ordnung.

00:30:35: Der Kollege auf der anderen Seite sieht das halt anders und hat auch eine gute Rechtsschutzversicherung.

00:30:40: Und da hatten wir dann die Möglichkeit, das verschiedentlich vor Gericht zu ventilieren.

00:30:47: Also so diese Rechtstreitigkeiten sind zack teuer!

00:30:50: Ich glaube nicht dass alles bezahlt wurde.

00:30:52: Die hatte einen Staranwalt aus Köln Und wir bekamen einen Staranwalt hier pro Bono aus Bonn, von der Rechtsanwaltskanzlei Rede Caselna Darst in Herrn Dr.

00:31:02: Pape.

00:31:02: Das finde ich aber richtig cool!

00:31:03: Da muss man mal Hutwurz

00:31:05: ziehen für mich.

00:31:05: Ja also das ist ein älterer Herr mittlerweile.

00:31:07: Er ist da glaube ich auch gar nicht mehr involviert in die Kanzlei und er war die Chorophäe im Umweltschrecht und speziell was Lärm angeht.

00:31:20: Das passiert ja nicht aus GERK, was wir hier machen.

00:31:22: Wir hatten Berechnungen und Prognosen... Beschallungsanlagenherstellern zusammengehockt.

00:31:30: Wie können wir da besser werden?

00:31:32: Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir den Lärm reduzieren können und viele Tests gemacht.

00:31:38: Wir haben dann die Boxen, ja, die Beschallungsanlagen mit Schafswolle eingekleidet, also so eine fünfteinzwentimeter dicke komprimierte Schafswolle ähnlich wie harte Madratzen.

00:31:52: Das hatten überhaupt nichts gebracht.

00:31:54: Es war vollkommen scheißegal!

00:31:57: Dann haben wir Bürokontainer genommen und Überseekontainern, die übereinander gestapelt.

00:32:03: Das hat überhaupt nichts

00:32:04: gebracht.".

00:32:04: Mittlerweile haben sie zum Reihenhin eine neun-einhalb Meter hohe Lärmschutzwand gebaut.

00:32:10: Hier nimmt ca.

00:32:10: dreißig Diszibellen in der Spitze raus.

00:32:13: Peter Schweemann von Dog Stage, dem wir vorhin schon mal gehört haben findet es beeindruckend wie viel Herzblut das Team investiert.

00:32:20: Ja auch solche Sachen zu machen und zu sagen okay wir haben ein Konflikt da drüben mit einem Nachbar wegen den Schaltschutz Emotionen dann auch sich dann das aufzubürgen zu sagen Okay wir wollen dieses Gelände weiter bespielen Wir bauen eine Schaltschützmann Das ist ja alles investiertes Geld wo nichts mehr zurückkommt.

00:32:37: Sag ich mal, ein Großveranstalter würde sich das wahrscheinlich zweimal überlegen ob er sich das aufbürgt weil es ja noch Geld verbrennt.

00:32:44: So eine Schaltschutzmache?

00:32:45: Genau

00:32:46: und da merkt man eigentlich schon die Intention zu sagen wir mögen das Gelände ist es schön am Rhein, es hat Atmosphäre Wir wollen weitermachen, also müssen wir das Geld investieren.

00:32:59: Statt zu sagen ich nehme jetzt irgendeinen Parkplatz in der Eifel wo ich das Problem nicht habe aber dafür ist es dann halt eigentlich nicht mehr so schön.

00:33:05: Ja

00:33:05: du hast einfach den Planet und du bist natürlich auch raus aus der Stadt.

00:33:09: Da er auch viele Bühnen für andere Veranstalter aufbaut sieht er was beim Kunstrasen anders läuft.

00:33:15: Wie gesagt das ist ein Festival So ein wirkliches Flairhardt, nicht zu sehr kommerziell ist.

00:33:23: Sondern auch noch Kunst und Kultur irgendwie so ein bisschen Thema ist und nicht nur Cash.

00:33:27: Also ist es hier noch ein bisschen... ich stecke so Herz dahinter?

00:33:29: Ja!

00:33:29: Es hat noch was Oldschool-mäßiges und man merkt dass da Herz drinsteckt und liebe zu diesem Thema noch.

00:33:38: Das merkt man natürlich auch im Allerhasen.

00:33:45: Die Ideen sind ihm wichtiger als, denke ich oftmals dann der Profit.

00:33:50: Das sieht man heute bei den großen Festivals.

00:33:53: Da sitzen irgendwelche Investorengruppen mit einem Haufen Geld und da ist einfach nur Cashdrehen machen tun... Da ging natürlich auch einfach der Flow verloren das Feeling halt.

00:34:04: Und ich finde dass hat der Kunstgras hier sich irgendwie noch schön bewahrt.

00:34:07: Also das ist wirklich eine angenehme Geschichte weil ich halt auch über dreißig Jahre die Geschichte von Festivals kenne Und einfach diese Tendenz halt spüre, dass es eigentlich nur noch Globalplayer gibt die alle schlucken und sozusagen nur noch von oben runter duktrieren.

00:34:23: Und irgendwie sage ich mal so den... Ich sag mal dieses Feeling von einem Festival einfach nicht mehr in sich haben.

00:34:30: sondern wie ist das?

00:34:32: Wir müssen Geld drehen wir müssen Profit machen und dort und Das merkt man hier an dem Team.

00:34:39: Da sind noch Visionen, da ist der Spaß, da geht man über eine Schippe drüber und riskiert auch mal

00:34:46: was.".

00:34:48: Also hier wird getüftelt und optimiert – ganz besonders auch am Schall und am Sound.

00:34:52: In dieser Kisten, die da auseinander hängen wie so eine Banane, ist nicht nur ein Lautsprecher, der einfach nach vorne plägt sondern es sind zwei Lautsbrecher!

00:35:02: Und sie spielen gegeneinander.

00:35:05: Damit wird der Schall gelenkt.

00:35:07: Schall verhält sich nicht großartig anders als Wasser.

00:35:13: Und wir duschen sozusagen die Besucher mit den Lautsprechern, mit Schall.

00:35:19: Von oben werden sie briselt.

00:35:22: Hey Leute!

00:35:22: Moment mal kurz... Was ist das für ein geiles Bild?

00:35:24: Dann werden ja dieses Jahr die Besucher mit Roy Bianco und den Abrunzati Boys geduscht.

00:35:37: Es gibt eine schöne warme Brause von Sass Und natürlich freue ich mich auch schon auf die Schalldusche von Vincent Weiß.

00:35:56: Zurück zum Sound.

00:35:58: Wir waren dabei, dass der Schall gelenkt wird mit gezielt platzierten Boxen.

00:36:02: Das ganze Konzept funktioniert aber nicht, wenn der Künstler auf der Bühne neben sich sein eigenes Line Array stehen hat und mit voller Lautstärke den Sound aus Sicht drauf lenkt um hören zu können was er spielt.

00:36:11: Es käme nämlich vor dass manche Künstlern nach etlichen Jahren etwas schwerhörig werden – aber das sei zum Glück nur selten der Fall sagt Martin Nötzel!

00:36:19: Ich fand es interessant doch mal nachzufragen….

00:36:26: Naja, wenn du fünfzig Jahre lang so infernal laute Musik gehört hast.

00:36:30: Ja ich hab

00:36:31: das auch schon.

00:36:32: Es gibt Rüttelplatten wo die Musiker draufstehen und sich bewegen damit sie ohne entsprechende Fohnstärke die Musik fühlen können.

00:36:43: Das ist

00:36:46: ja wahnsinn also quasi wie eine Ampel für Sehbehinderte oder so.

00:36:53: Ja, aber

00:36:53: Sound to Music.

00:36:54: Da gibt

00:36:55: es ja manchmal auch so Vibrationen und sowas.

00:36:57: Also sowas?

00:36:58: Ja, das Sound to music.

00:37:01: Das

00:37:01: heißt wenn sie den Bass anschlagen dann bewegt sich unten drunter die Mathe auf der Schäde und dann haben Sie das Gefühl weil höheren tun sie's nicht mehr.

00:37:13: Naja, sowas ist dann eher die Seltenheit.

00:37:16: Wenn man jahre im Konzertgeschäft unterwegs ist hat man vielleicht sowas mal gesehen.

00:37:19: Viel wahrscheinlicher ist da aber eine Eigenart von Künstlern, die ich zunächst eher Megastars zugetraut hätte.

00:37:25: Aber auch die nicht ganz so großen Musikerinnen haben manchmal ihren eigenen Koch dabei!

00:37:30: Ja also früher habe ich immer gesagt das ein bisschen bescheuert und mittlerweile kann ich es verstehen.

00:37:35: wenn man so hundert Shows spielt hintereinander und man hat einen Rider den man raus schickt mit den Sachen die man haben will oder nicht dann bekommt man im schlechtesten Fall hundertmal das gleiche Essen Und da hat man natürlich irgendwann keine Lust mehr drauf.

00:37:47: Wenn man dann so ein bisschen auf seine Ernährung achten möchte, ist es schon wichtig bei großen Shows, die halt so viele Touren einfach jemandem eigenen dabei zu haben, der sich um den Kündnern und einfach darauf achtet, dass er nicht jedes Mal das Gleiche zur Essen bekommt.

00:38:01: Also ist das nicht irgendein Splien, sondern kann man durchaus nachvollziehen?

00:38:04: Ja natürlich.

00:38:06: Die kommen ja nicht wie wir dann nach Hause und können sich was zu Essen vorbereiten oder mitnehmen.

00:38:10: Und wenn man so ein bisschen auf die Ernährung achten möchte, braucht man da auch Hilfe.

00:38:15: Wo wir gerade beim Essen sind.

00:38:16: Schauen wir doch mal in die Küche auf dem Kunstrasen!

00:38:19: Okay Martin lassen wir mal hier rum gehen.

00:38:24: Jetzt sind wir hier in einen Zelt reingelaufen.

00:38:28: Das wird zählt später.

00:38:32: Und hier hinten ist dann unsere Zentralbücher.

00:38:38: Hier wird gespült, da wird vorbereitet und dahinten drin wird gekocht.

00:38:43: Aber das ist jetzt nur für VIP?

00:38:46: Das ist hier nur für WIP ja – und für die Crew!

00:38:48: Ergänzend muss ich dazu noch sagen Alex Burninger leitet die Küche auf dem Kunstrasen schon seit über zehn Jahren.

00:38:55: Er ist nicht nur verantwortlich für das VIP-Catering, sondern er bereitet auch das Catering im VIP-Bereich verzehrt und insgesamt zwei Tonnen Pommes gehen in der Frittenbode über die Tekel.

00:39:32: Zurück ins VIP-Zelt zu Alex Birninger!

00:39:35: Was kriegen sie denn hier dann so?

00:39:38: Ich meine, normalerweise kennt man das ja nur Currywurstpommelsen?

00:39:42: Nee, nee, nee.

00:39:43: Da haben die dann irgendwann auch alle keinen Bock drauf.

00:39:45: Es gibt ganz normal vom Steak über irgendwelche Spießchen Schnitzeln Gemüse, natürlich Nudeln, Reis,

00:39:58: Baella.

00:40:00: Was es so gibt?

00:40:02: Okay, da läuft mir schon aus dem Wassermund zusammen.

00:40:05: Aber das ist dann nur für die VIP-Gäste und die

00:40:10: Crew.

00:40:11: Das ist für die Crew!

00:40:12: Die VIP- Gäste kriegen Salate aus Geläsern, Fleischbießchen... Currys, dieses Jahr habe ich relativ viel afrikanische Sachen dabei.

00:40:23: Eintöpfe... Es gibt frisch geschnittenen Schinken, Salami... Also vom Feinsten?

00:40:32: ...eingelegte Sachen ja!

00:40:33: Also es ist jetzt schon Leveln mehr als Currywurst-Pommes, würde ich mal so behaupten.

00:40:39: Aber eine gute Currywurst ist schon ne feine Sache.

00:40:42: Ja gut das stimmt, das können wir noch gut zubereiten.

00:40:44: Aber wie IP heißt was?

00:40:46: Ich frag aber den Martin Das ist natürlich ein teures Ticket.

00:40:51: Wir haben hier einen recht großen Wippbereich, der besteht aus einem Zelt in dem wir gerade stehen und eine Terrasse.

00:40:59: Hier passen insgesamt vierhundert Leute rein und die werden mit Essen trinken bespaßt.

00:41:05: Und wir haben ja zum Beispiel zehn, zwölf verschiedene Weine im Angebot, verschiedene Schaubenweine.

00:41:13: Manchmal gibt es auch Champagner.

00:41:14: Das Ticket kostet hundertneunfünfzig Euro extra auf das teuerste Stehplatz-Ticket, also Front of Stage in dem Fall.

00:41:24: Das heißt wenn das dann siebzig Euro kostet, dann kostet das Ganze zweieinhalbundzwanzig Euro plus Gebühren.

00:41:32: Das ist schon eine Menge!

00:41:33: Aber es gibt Leute die gönnen sich das ja?

00:41:35: Die sagen noch so will ich so erleben dass...

00:41:37: Also wenn ich hingehe und gehe abends ausessen Und ich trinke dazu einmal ein, zwei Flaschen Wein und habe dann einen Fünfgangmenü.

00:41:51: Das bilden wir hier locker auch ab.

00:41:54: Wir haben eine Antipasti-Station, wir haben Frontkuttingstation ... Wir haben eine Eisstation, wir haben eine Espresso-Station.

00:42:02: Wir haben Salate und Kuchen.

00:42:06: Wir hatten diverse Warmespeisen und Käse.

00:42:10: Man kann hier durchaus in einem fünftgängigen, sechsgängigem Menü abbilden.

00:42:16: Dazu spielen Wellstars.

00:42:18: Wenn man das mal so oben rechnet... Wenn ich in ein gutes Restaurant bin, bin ich für's Essen schon auf jeden Fall los.

00:42:23: Und dann kommen die Getränke obendrauf.

00:42:26: Dann nimm ich vielleicht einen Apparativ?

00:42:28: gibt's ja auch diverse.

00:42:30: Schönen Apropos Spritz, dann trinke ich vielleicht ein Glas Sekt oder dann trink' ich zwei Glas Wein, einen Espresso und Wasser.

00:42:38: Da bin ich dann auch schnell bei Hundertfünfzig

00:42:40: Euro.".

00:42:41: Und da noch ein paar Euro drauf?

00:42:42: Dann hat man seinen angebeteten Star, den man schon seit Jahrzehnten unbedingt mal live erleben will wahrscheinlich.

00:42:50: Genau!

00:42:50: Das ist natürlich eine Menge Geld gar kein Thema.

00:42:52: also das muss man schon berücksichtigen.

00:42:54: aber dafür wollen wir auch was bieten.

00:42:57: Ich denke, das tun wir.

00:42:58: Der Zuspruch zum Wippbereich ist immer sehr gut.

00:43:00: Es häufig auch der erste Bereich, der Baublast verkauft

00:43:03: ist.

00:43:03: Okay

00:43:03: aber...

00:43:04: Wir machen ja hier vor allen Dingen auch den Podcast für die ganz normalen Leute so wie ich und du oder du nicht würde ich mal so behaupten?

00:43:14: Das heißt, ihr habt mit Wipp überhaupt nichts am Hut!

00:43:16: Wie können wir mal so weitergehen?

00:43:18: Da gibt es ja noch mehr.

00:43:19: S-Station spielt dir auch eine Riesenrolle bei so einem Festival.

00:43:23: Wir sind jetzt wieder draußen Und es gibt ja auch Fressboden für die normalen Konzertbesucher.

00:43:30: und was gibt's denn da so?

00:43:32: Also wir haben verschiedenste Stände, wenn man natürlich die Currywurst Pommes hier rüberfliegen.

00:43:38: Dies ist ja neu dabei sind Waffeln und Parfotius dann haben wir belegte Baguettes Dann auch neu diesjahr dabei sind Burrito Tacos Corn Dogs Hot Dogs, Hot Dogs haben wir schon länger Und dann haben wir noch ein externes Programm, also von Händlern die hier seit Jahren schon mit dabei sind und dann Verlaffel Sandwiches anbieten oder... Wir haben breites Angebot an

00:44:07: Waffeln.

00:44:08: Ich habe diese Waffeleisen bei dir im Büro gesehen.

00:44:09: Das ist so eine riesen Dinger, so

00:44:11: schwere... Ja das L kannst du streichen!

00:44:14: Ressen, das ist ja Wahnsinn.

00:44:15: Da gehen wahrscheinlich Minuten im Sekund hat die Waffel nach unten.

00:44:18: Nee, sie sind tatsächlich etwa dreieinhalb bis vier Minuten drinne.

00:44:23: Aber es gibt einen schönen Kross draußen!

00:44:25: Also wir haben da nicht irgendwie so... ...das Crop-Style für neunzwanzigneunzig da stehen sondern wir haben dann... Das High End Turbo Prop Gerät für... Was haben die gezahlt?

00:44:37: Die Waffeleisen?

00:44:39: zweieinhalbtausend Euro?

00:44:41: Waffelleisen?!

00:44:43: ernsthaft?

00:44:44: Ja, da muss man ganze vier Waffeln auf einmal machen.

00:44:46: Also vor den großen Bergischen.

00:44:47: Dann dann muss die Waffe wahrscheinlich so richtig gut schmecken.

00:44:51: Das ist ja bei all den Sachen die wir machen.

00:44:53: versuchen werden möglichst gute Qualität hinzubekommen.

00:44:56: Die Waffe die daraus kommt das

00:44:58: State of the Art.

00:44:59: Martin.

00:45:00: jetzt sind wir von der Hauptbühne ein bisschen weggegangen.

00:45:02: Wir gehen aber hierfür einmal im Kreis und kommen nämlich an der Schallschutzwand vorbei.

00:45:07: Jetzt gehen wir an der äußeren einem äußeren Konzettgeländen lang rechts am Rhein entlang und hier kommen die Schallschutzwände.

00:45:14: Genau, und hier entsteht jetzt eine neun Meter hohe Schall-Schutzwand.

00:45:18: Ja sieht man!

00:45:20: Und da drüben das Haus was sich da ganz rechts befindet unten im Rhein ist das wo wir unsere Referenzwerte entsprechend einholen.

00:45:30: Da wohnt der Kläger.

00:45:32: Also wir gucken jetzt hier über den Rhein rüber.

00:45:34: Wir sehen da einfach nur ein Haus.

00:45:39: Beigeladene beklagt, dass die Stadt Bonn immer.

00:45:43: Und wir haben uns da schon irgendwo ein bisschen eingenordet und ... Die Auflagen, die wir bekommen haben, haben wir mal eingehalten.

00:45:54: Das haben wir auch in Zukunft so vor.

00:45:56: Also ich hab gar keinen Schiss!

00:45:59: Ja

00:45:59: dann wird das auch funktionieren wahrscheinlich.

00:46:01: Hier wird jetzt genau für unsere Nase die Schallschutzwand aufgebaut.

00:46:06: Da kommt eine Querriegel rein?

00:46:09: Auf die Querriegel kommen dann so Art Regalbretter, die da reingesetzt werden.

00:46:15: Die müssen

00:46:15: gerade ein bisschen Platz machen für den Gabelstadler hier vorbacken?

00:46:19: Moment!

00:46:19: Dieses Thema Schallschutzwand damit beschäftigt sich der Kunstrasen ja schon seit Jahren hat also eine gewisse Bedeutung und deshalb switcht mir nochmal kurz rüber ins Büro und lassen uns von Kathrin Wurm noch mal präzise die ich nenne sie Mal Historie erzählen.

00:46:34: Wir haben angefangen mit, im ersten Jahr waren es, glaube ich, Container.

00:46:38: Dann wurden das IBC-Container also Wasser oder Container womit manche Mikalien hin und her fährt.

00:46:44: Wir haben da Wasser reingetan weil wir den Rheindreck daneben hatten sich das Anbot und haben uns mit Wasser gepumpt für die Stabilität und haben dann eine Mauer aufgebaut von achtzig bis hundert Meter lang und ist so sechs Meter hoch gewesen und haben dann immer wieder geguckt, wie man das weiterentwickeln kann.

00:46:59: Und haben mittlerweile eine Leierprotektwand die ist über acht Meter hoch oder über hundertzwanzig Meter lang.

00:47:04: mittlerweile um das ganze Thema noch zu verbessern den Schallschutz auf der anderen Rheinseite Und ja, das sind einige LKWs die da angekart werden viel Arbeit.

00:47:14: Aber am Ende des Tages führt es dazu dass wir auf dem Gelände immer immer lauter werden können.

00:47:19: also von Jahr zu Jahr beobachten wir das, das ist eine stetige Entwicklung.

00:47:23: Wir werden immer laute auf den Platz und immer leiser bei den Anwohnern und das ist ja unser Ziel am ende des Tages.

00:47:30: Es gibt verschiedene Punkte die wichtig sind für die Leute, für das Publikum und lautstärke ist halt mit abgrößten.

00:47:37: Man verbindet natürlich den Kunstrasen mit der Lautstärkeproblematik.

00:47:40: Es wird auch noch viele Jahre dauern, bis wir das komplett aus den Köpfen der Menschen haben.

00:47:44: Aber was wir sagen können ist dass wir mittlerweile einer der lautesten Locations sind in ganz Deutschland Mit den Sachen die wir da in den letzten Jahren weiterentwickelt haben.

00:47:53: zusammen mit den Schalltechnikern zusammen mit unseren Technikern mit unserem Bühnenbauer haben wir viel daran gearbeitet und arbeiten jedes Jahr immer wieder an der Verbesserung.

00:48:01: Wundert mich ein bisschen weil es hier so einen Event mitten in der Stadt Man würde ja eigentlich denken, irgendwie so was wie Rock am Ring.

00:48:07: Die da ganz draußen sind irgendwo in der Pumper ... Ich könnte so laut sein, wie sie wollen?

00:48:12: Im Endeffekt haben alle die gleichen Auflagen.

00:48:15: Wir dürfen alle beim nächsten Einwohner so laut seien.

00:48:18: Klar kann Rock am Ringen ist natürlich lauter als wir am Ende des Tages aber es gibt viele Locations der Tanzbrunnenmess mitten in der Stadt.

00:48:25: Es gibt viele andere Locations, die mitten an der Stadt sind, die ähnlich laut sind wie wir und bei vielen haben wir sie mittlerweile einfach überholt und können lauter spielen.

00:48:33: Und die Besucher wollen es wahrscheinlich auch gerne laut, oder?

00:48:35: Bei den meisten Veranstaltungen wollen sie so laut wie möglich ja natürlich.

00:48:39: Also da stört das schon wenn man den Nachbarn reden hört!

00:48:42: Also laut soll's sein und die Schaltschutzwand hilft dabei.

00:48:45: Gehen wir wieder zurück zu Martin Nötzel zum Aufbau.

00:48:49: Äh ja,

00:48:50: Fleißarbeit ne?

00:48:51: So ist das eine reine Akkordarbeit.

00:48:54: Du hast auch gesagt du warst mal ursprünglich so ein Stagehand also ganz... Ich

00:48:59: hab alle Arbeiten die es hier auf dem Gelände gibt habe ich auch mal selber gemacht und bin ich mittlerweile sechzig.

00:49:05: aber ich habe alle sachen die man hier machen kann hab ich gemacht.

00:49:09: so jetzt frage ich mal hier ein der an dieser schaltschutzwand soll das mal werden?

00:49:14: also quasi bühne arbeite bist du wahrscheinlich.

00:49:16: ich

00:49:16: arbeite ja auch genau.

00:49:17: was

00:49:17: machst du?

00:49:19: Ja wir bauen die Bühne zusammen.

00:49:22: gestern haben wir angefangen für die Schallschutzwahn zu alles erstmal das Fundament zu setzen.

00:49:27: Die Jungs hier vorne fangen jetzt mit der Bühnen an

00:49:30: Und dann müsst ihr oben ja alle schrauben und so, ne?

00:49:32: Also die Bühne wird glaube ich fünfzehn Meter hoch.

00:49:35: Ja!

00:49:35: Und...ja das wird auf jeden Fall eine große Herausforderung.

00:49:40: Und dann klettert ihr den da hoch?

00:49:42: Wir haben Befestigung, wir sind geschützt und müssen uns nach oben arbeiten.

00:49:51: Ihr seid mit Seilen auch gesichert?

00:49:52: Wir

00:49:52: sind mit Seilengesichert natürlich.

00:49:54: Ich glaub die Herausforderung ist ja wahrscheinlich auch sowas in einer relativ kurzen Zeit zu schauen Aufzubauen,

00:50:00: ne?

00:50:00: Ja also wir haben glaube ich zehn Tage dafür oder elf.

00:50:04: Also wenn jetzt Billy Eidl auftreten will und ihr sagt Moment ich muss... Hat ein bisschen gedauert, ich muss hier noch ein paar Schrauben festziehen.

00:50:11: Das geht

00:50:11: nicht schnell!

00:50:12: Wir müssen bis dahin fertig werden und wir machen auch mal eine Stunde länger oder mal zwischendurch länger aber wir werden definitiv fertig.

00:50:20: Dann ist es ja fast schon eine mittlere Vollkatastrophe, dass ich hier so lange aufhalte.

00:50:25: Alles gut!

00:50:26: Wir haben gerade Pause.

00:50:27: Ich dachte mir, wir stehen hier schon seit zehn Minuten und das wäre dann wahrscheinlich guckt schon auf die Arbeitsgut.

00:50:33: Kein Problem.

00:50:34: Okay alles klar.

00:50:36: Mach weiter viel Spaß.

00:50:36: noch ne?

00:50:37: Dankeschöns

00:50:37: gleiche.

00:50:39: Das ist ja wie so eine kleine Stadt, die ja aufgebaut wird mit Stromzugang, Wasserzugang Ablauf was auch immer.

00:50:48: oder

00:50:48: Ja, das ist das Problem.

00:50:50: Wir sind eine temporäre Spielstätte und wir stehen im Wettbewerb mit bestehenden Spielstätten also z.B.

00:50:57: transprunden Köln die fegen einmal durch bringen die Schäden managen sie die über den Winter sich angesammelt haben dann fangen die an.

00:51:06: Bühne steht Toiletten stehen Die Verkaufsstände stehen

00:51:10: Und dass das ganze Jahr?

00:51:11: Das ganze Jahr!

00:51:11: Die müssen nur aufmachen.

00:51:13: Die haben es natürlich was das betrifft eigentlich viel besser.

00:51:17: Aber dafür haben sie große Schwierigkeiten, sich bestimmten Dingen anzupassen.

00:51:21: Und das ist dann eben das Manko was die haben.

00:51:24: Wir müssen jedes Jahr alles hier hinschleppen, alles installieren bauen und danach alles wieder abbauen.

00:51:29: Das heißt wir haben schon mal per See Kosten von bestimmt acht neunhunderttausend Euro, die die nicht haben

00:51:39: Ja, ist ja Wahnsinn.

00:51:40: Da musst du aber trotzdem gegen bestehen.

00:51:42: Auch in Loreleien, Sankt-Grohashausen ist das dann was im Süden und es eingrenzt, da steht auch alles!

00:51:47: Aber wenn's dann heißt, was kosten die Tickets?

00:51:50: Dann fragt keiner danach.

00:51:53: Ihr müsst ihr mehr aufbauen und so... Die gucken sich die Preise an und fährt weg.

00:51:56: Das

00:51:56: sind immer Funde, dass jedes Jahr die Opa neue Aufbauern wieder abbaut oder die Beethofen hat.

00:52:01: Wird dafür eine Kreische gäbe.

00:52:02: Es gibt bestimmte Spielstätten hier in Bonn, die existieren Und die sind in städtischen Besitz und da fließet der Städtische Kulturkohle.

00:52:13: Damit hat sie es!

00:52:14: Da ist noch niemand, der daran was ändern

00:52:16: möchte.".

00:52:17: Ganz kurz noch etwas erklärt... Nachdem ich mit Martin gesprochen hatte gab's nämlich eine kleine Überraschung.

00:52:23: Also grundsätzlich ist es so, dass der Kunstrasen keine Subvention also keine öffentliche Gelder bekommt.

00:52:29: Zwar gibt es Sponsoren aber die machen nur ca.

00:52:31: ein Prozent des Gesamtvolumens aus.

00:52:33: Jetzt gab es aber doch kurzfristig einmalig eine Förderung und zwar vom Bund-Deutscher Konzertveranstalter.

00:52:39: Zweihundertsebtentausend Euro für die Umsetzung von Schaltschutzmaßnahmen damit solche Konzerte weiterhin stattfinden können.

00:52:45: Damit lässt sich zumindest zur Hälfte die Schaltschutzwand zum Reihen finanzieren.

00:52:49: Das städtische Geld geht aber nach wie vor ans Theater, die Opa und noch andere kleine Bühnen.

00:52:54: Es fehlt so ein bisschen die Vision, was ich als Kulturstadt sein möchte.

00:52:59: Und was ist eigentlich im Jahr oder in dem Jahr, das, was in dieser Stadt eine Kulturstadt finden soll?

00:53:07: Also Gespräche dazu finden mit uns nicht statt!

00:53:10: Wir spielen in diesem Spiel erst mal keine Rolle.

00:53:14: Uns wird es mir immer gesagt, dass wir total toll und wichtig sind usw.

00:53:17: Aber dass wir das in einem tatsächlich erfahren, neben uns das Arbeiten leichter gemacht wird oder man sich überlegt wo könnte man kooperieren.

00:53:28: Da kann ich eigentlich kaum was erkennen.

00:53:30: Klar, wir machen mit dem Beethovenorchester das Klassikpickney eine tolle Sache.

00:53:34: aber zunächst mal kostet uns das etwa zwanzigtausend Euro dass wir diese Veranstaltung durchführen.

00:53:41: Das machen wir gerne, es ist auch eine tolle Veranstaltung.

00:53:43: hier kommen fünftausend Leute die den Haydn Spaß haben.

00:53:46: das ist das Geld auch wert.

00:53:48: aber das ist die einzige Kooperation mit der Stadt die auch ganz deutlich auf unseren Schultern liegt.

00:53:56: ja auch wenn man die Kooperationen mit dem Bedrofenorchester toll ich mag die alle sehr gerne das ist ein tolles Team!

00:54:02: Das Klassikpicknick mit dem bedrofen Orchester findet jedes Jahr statt Kostenlos.

00:54:07: Die Picknickdecke muss man sich selber mitbringen.

00:54:09: Carmen Emmert beobachtet in den letzten Jahren einen Trend.

00:54:12: Auch

00:54:12: seit Corona ist ja ein verstärktes Entstehen von Sommerfestivals, wie wir sie machen auch in anderen Städten in Berlin oder in Gießen zu sehen.

00:54:22: Teilweise aus Corona entstanden oder in der Coronazeit entstanden.

00:54:26: Aber man sieht auch, dass Menschen gerne auf ein geschlossenes Konzert gehen.

00:54:29: Die sind vielleicht nicht mehr die klassischen Festivegänge, was wir für fünf Tage schlammketchen oder erzählten.

00:54:38: Da ist man dann rausgewachsen und man liebt aber noch die Open Air-Atmosphäre und geht gerne auf Konzerte.

00:54:44: Dann schätzt man vielleicht einfach die kurze Anreise, geht aufs Konzern und geht wieder nach Hause.

00:54:49: Das ist durchaus ein Trend, würde ich sagen.

00:54:53: Weil es in immer mehr Städten dieses Sommerfestivals gibt.

00:54:56: Das habe ich so vorher nicht wahrgenommen.

00:54:59: Was

00:55:00: sich auch in den letzten Jahren verändert hat sind die Ticketpreise?

00:55:03: Es ist natürlich auch eine Veränderung in den Eintrittspreisen zu sehen aber das ist eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung, die man hier jetzt nicht auseinander nehmen kann.

00:55:12: Das hängt mit den Garschenforderungen zusammen und das hängt aber auch mit den Personallöhnen zusammen.

00:55:18: Man dreht an einem Rätchen in unserer Gesellschaft und dann drehen sich alle Rädchen mit.

00:55:23: Es ist nicht so, dass man eine Situation singulär betrachten könnte und auch ein Konzert ist als solches.

00:55:28: Das ist ein von Menschenes geschaffenes Event und dementsprechend spielt dieser Faktor Mensch auch eine große Rolle und das spiegelt sich natürlich auch in immer teuer werdenden Tickets wieder.

00:55:40: Aber die Mechanismen dahinter sind definitiv ein anderes

00:55:43: Thema.".

00:55:43: Und jetzt zum Abschluss nochmal auf den Kunstrasen!

00:55:46: dahin, wo die Musiker sich aufhalten werden.

00:55:48: Und jetzt abschließen und dann sind wir auch durch mit unserer kleinen Reise hier über das Gelände, bevor überhaupt die ganze Bühne erst mal steht!

00:56:00: Hier gehen wir jetzt hinter der Bühde quasi also die Bühnen, die mal entstehen soll... ...und hinter der bühne ist auch nochmal so ein Gelände.

00:56:07: Die Rede ist vom Backstage-Bereich Ein schönes kleines von Bäumen verschattetes Gelände.

00:56:13: Katrin Wurm ist dafür zuständig, ihn einzurichten und aufzubauen.

00:56:17: Es ist eine Mischung aus.

00:56:18: Wir müssen so viel Gadaroben wie möglich auf einen kleinen Platz unterbringen.

00:56:21: Und es muss trotzdem noch schön aussehen.

00:56:23: Das ist unser Hauptproblem.

00:56:25: dann haben wir ein Großthema mit Bäumen.

00:56:27: Wir dürfen oder wollen auch nicht zu nah an die Bäume rangehen um sie halt nicht zu beschädigen.

00:56:33: deswegen können wir nur in den relativ kleinen Bereich überhaupt Container stellen sind aus dem Grund mittlerweile doppelstöckig geworden weil wir keine Alternativen mehr haben.

00:56:41: Wir haben immer größere Künstler auf dem Kunstrasen in den letzten Jahren bekommen, brauchen dementsprechend mehr Platz im Backstage-Bereich und versuchen trotzdem eine große Grünfläche für die noch zu behalten damit sie sich da auch hinsetzen können.

00:56:54: Unser oberstes Credo ist dass die Künstlern bei uns komplett in Ruhe gelassen werden.

00:56:59: Also alle unsere Leute haben ein explizites Autogrammverbot, damit die halt nicht den Leuten auflauern.

00:57:05: Weil ich halt immer sage, die arbeiten genauso da wie wir, die machen ihren Job und wir machen unseren Job und wenn wir alle unseren Job gutmachen dann ist das für das Publikum das Erlebnis was sie hoffentlich am Ende haben und einen tollen Abend Und dafür wollen ja auch einfach mal in Ruhe gelassen werden.

00:57:20: Viele setzen sich auch einfach an den Rhein Das ist ja unmittelbar von uns fußläufig eine Minute und spielen eine Gitarre oder genießenden Tag und gehen spazieren, gehen nach Bonn rein um mal ein bisschen rauszukommen.

00:57:32: Zurück zum Backstage-Bereich!

00:57:34: Martin war ja gerade dabei dazu etwas zu sagen.

00:57:37: Das geht jetzt hier so noch fünfzig, sechzig Meter rein und da ist hinten, wo du die Pargottengöcher siehst, ist der Künstlerbereich.

00:57:44: Genau das sind zehn Container mit Büros und Garderoben und dann ist es nochmal in der Küche.

00:57:50: Da kriegen die was zu essen, zu trinken.

00:57:52: Dann ist auch die Möglichkeit sich zu duschen

00:57:54: usw.,

00:57:56: draußen zu sitzen Gäste zu empfangen oder Interviews zu geben und das findet alles dort statt.

00:58:02: In dem Welchen hier stehen dann normalerweise am Showtag?

00:58:05: Nightliner von den Bands.

00:58:07: Das sind da meistens zwei, drei Stück von diesen großen Reisebussen.

00:58:10: Ach so die kommen mit ihren eigenen Elkervis an.

00:58:12: Künstler?

00:58:14: Oder Nightliner?

00:58:15: Nein, der Nightliner ist nur der Transport der Crew und der Künstlerin.

00:58:19: Und dann gibt es noch Sattelzüge mit dem Bühnen-Equip und das steht dann da wo wir jetzt gerade stehen nämlich hinter der Bühne

00:58:25: Und dahinten stehen ja noch Container und so, wo die Künstler drin sind.

00:58:29: Das

00:58:29: interessiert die Leute immer am meisten.

00:58:31: Stars und Sternchen... ...und gebt ihr euch dann so Mühe?

00:58:36: Ist das einfach nur ein Container der da hingeknallt wird?

00:58:38: oder gibt ihr euch Mühe dass es irgendwie so ein bisschen gemütlich ist, dass dann so eine Bonnie Raid oder so einen Billy Idol oder Jan Die Lader entspannt chillen können und sich wohlfühlen?

00:58:51: Oder wie

00:58:51: macht ihr das?

00:58:52: Also egal was wir machen, wir machen es immer mit Herz und Mühe.

00:58:55: Und hier auf dem gesamten Kunstrasen gibt's nichts, was nicht unter dieser Prämisse produziert wird.

00:59:02: Und selbstverständlich ist da ein Teppichboden drinne, da sind Ledersofas drinne... Da sind Blumen drinne.. Da sind Schminkspiegel drinne.... Da sind Duftkerzen drinne!

00:59:10: Da ist alles mögliche was du dir nur vorstellen könntest.

00:59:13: Es sind gekühlte Getränke, es eine Klimaanlage.

00:59:15: Das ist alles getan damit das mit einem fünf Sterne Hotelzimmer nicht zu verwechseln

00:59:20: damit nachher die Künstlerinnen gut gelaunt, bestens gelaund bei euch auf die Bühne

00:59:25: kommen.

00:59:25: Genau!

00:59:26: Ich möchte ja alle gerne jemanden da haben der nicht vollkommen abgenährt verschwitzt und am Ende seiner Kräfte auf der Bühnen steht sondern gut galaunt und frisch

00:59:34: Okay... Ja okay Martin ich denke mal wir haben jetzt wahnsinnig viel erfahren hier von diesem ganzen Vorabaufbau immer so eine kleine Reise über diesen Kunstrasen gemacht und ja ich bedanke mich erstmal dass du hier mitgemacht hast und wünsche viel Glück für dieses Jahr.

00:59:50: Bis die Tage.

00:59:52: Ciao!

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